Anlagen in Riester-Produkte finanzieren Streubomben
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Obwohl Streumunition bei über 100 Staaten geächtet wird, legen über 90 Prozent der Anbieter von Riester-Produkten das Geld der Sparer in Streumunitionshersteller an. Das ist umso verwerflicherer, da die Mehrheit der Sparer sich gegen diese Investitionen ausspricht.
Streumunition wird von über 100 Staaten geächtet, da diese eine hohe Gefährdung der Zivilbevölkerung darstellt. Auch lange nach einem Krieg können noch Blindgänger durch bloße Berührung explodieren. Die Zahl der Opfer ist im Gegensatz zu Landminen weit höher, da oft eine Mehrzahl von Menschen betroffen ist. Dennoch werden sie noch immer eingesetzt. Damit nicht genug, werden die Hersteller dieser Munition von deutschen Versicherern mit finanziert. So müssen Riester-Sparer damit rechnen, dass ihr Erspartes bei den Herstellern von Streumunition landet. Stiftung Warentest hat festgestellt, dass gerade einmal 12 von 174 Anbietern von Riester-Produkten auf Anlagen bei Streubombenherstellern verzichten.
Der Grund für den Test war, dass sich die Mehrheit der Befragten einer Umfrage für ethische Mindeststandards bei Riester-Produkten ausspricht. Sie befürworteten sogar ein Verbot von Investitionen in Streumunitionshersteller.
Seit dem 1.August diesen Jahres ist Streumunition offiziell international geächtet. Deutschland verbietet die Herstellung solcher Waffen schon seit Juni letzten Jahres.
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