Die Riester-Rente und ihre Tücken
Privat für das Alter vorzusorgen ist in der heutigen Zeit ein Muss. Wer sich staatliche Zulagen und Steuervorteile sichern will, ist mit der Riester-Rente auf der sicheren Seite. Doch sollte man auch ihre Tücken nicht unterschätzen.
Die gesetzliche Lücke bei der Altersvorsorge wird immer gravierender und wer nicht in die Altersarmut abrutschen will, sollte finanziell vorsorgen. So ersetzt die Riester-Rente den Teil, den der Staat nicht mehr leisten kann. Diese ist steuerlich begünstigt und wird durch Zulagen gefördert. Allerdings fällt die Rendite denkbar mager aus, denn die garantierte Verzinsung von 2,25 Prozent wird nur auf den Sparanteil gutgeschrieben. Durch Verwaltungskosten, Abschlusskosten und Absicherung des Risikos der Langlebigkeit, wird dieser Zinssatz auf 1,8 Prozent geschmälert. Außerdem lohnt sich auch nicht für jeden das Riestern, denn die administrativen Kosten sind teilweise so hoch, dass die Förderung dadurch aufgefressen wird. Daneben rechnen Versicherer ihre Kunden gern vorsorglich älter und so muss man schon teilweise ein biblisches Alter erreichen, um einen Gewinn realisieren zu können. Wer glaub, dass die Riester-Rente als private Vorsorge ausreicht irrt, denn seinen Lebensstandard kann man auch damit nicht aufrecht erhalten. Das heißt aber nicht, dass sie sich nur für kinderreiche Familien lohnt. Jedes Kind wird mit 185 Euro oder für die ab 2008 Geborenen mit 300 Euro bezuschusst. Auch Gutverdienende können bis zu 2100 Euro jährlich von der Steuer absetzen. Wer allerdings seine Riester-Rente vorzeitig kündigt, muss alle Zulagen und Steuervorteile an den Staat zurück zahlen. Hier sollte man den Vertrag lieber beitragsfrei stellen, denn so bleiben zumindest die bisher gezahlten Zulagen erhalten.
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