Lohnt sich die Riester-Rente nur für Geringverdiener?
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Die durch den Staat geförderte private Altersvorsorge, die sogenannte Riester Rente, lohnt sich oft nur für Geringverdiener. Wer aber zu den besser Gestellten gehört, muss mindestens 90 Jahre alt werden, um von den eingezahlten Beträgen zu profitieren.
Seit einigen Jahren fördert der Staat die Eigenverantwortlichkeit seiner Bürger in Hinsicht auf die private Altersvorsorge. Allerdings wird an der Riester-Rente und an dem Wohn-Riester zunehmend Kritik laut. So lohne sich diese Sparvariante nur für Menschen mit einer sehr hohen Alterserwartung, von mindestens 90 Jahren. Durch die Kalkulation der Versicherungen mit dieser hohen Lebenserwartung, fallen die monatlichen Zahlungen deutlich geringer aus, als wenn man mit der echten Lebenserwartung rechnen würde. Diese liegt momentan bei 78 Jahren bei Männern und 83 Jahren bei Frauen. So könne man erst im hohen Alter von seinen eingezahlten Beträgen profitieren, so die Kritiker. Demnach verlieren alle, die den Durchschnitt erfüllen, also einen Großteil ihres eingezahlten Geldes.
Die Ausnahme wären jedoch die Geringverdiener mit einem durchschnittlichen Einkommen von ca. 18.000 Euro im Jahr und mindestens 2 Kindern. Bei diesen rentiert sich die Riester-Spar-Variante schon mit ca. 71 Jahren. Trotz dessen muss sich die Riester-Rente Kritik gefallen lassen. Zum einen wegen der Nachbesteuerung im Alter und zum anderen wegen des Verlustes des Geldes im Falle des Todes. Auch das sogenannte Wohn-Riester erfreut sich nicht der erwarteten Nachfrage. Hier liegen die Gründe darin, dass ein Standard-Darlehen vom Hypothekenvermittler oft noch günstiger ist, als Riester-Baufinanzierungsprodukte. Der hohe administrative Aufwand und die damit verbundenen Kosten lassen den effektiven Zinssatz beim Riester-Produkt höher ausfallen und damit die Finanzierung unattraktiv erscheinen. Wenn allerdings der Zinssatz und die Laufzeit gleich sind, kann eine Familie durchaus bis zu 17.000 Euro sparen.
Daher muss jeder Kunde seine Konditionen individuell durchrechnen lassen und abwägen, welche Variante für ihn die beste ist. Dazu kann eine zuvor angefertigte Checkliste für einen Riester Vertrag als Denkstütze, sinnvoll sein.
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