Zuschussrente zur Altersvorsorge nicht ausreichend
100% kostenlos
Ist Altersarmut nur ein fiktives Szenarium oder tatsächliche Realität? Noch scheint es den Rentnern von heute gut zu gehen. Sie verreisen, fahren schicke Autos und vertreiben sich die Zeit in Golfclubs. Doch dieser Zustand ist keiner von Dauer, mag man den Prognosen Glauben schenken.
Der Anteil der Menschen, die in Zukunft zu den Leistungsbeziehern der gesetzlichen Rente zählen, wird immer größer. Die Anzahl derjenigen, die in die Rente einzahlen, wird dagegen immer geringer. Das führt zu einer Unterdeckung und zwangsläufig zu Altersarmut. Das bedeutet, dass die künftige Generation der Rentner ihren Bedarf zum Leben nicht mehr allein aus der gesetzlichen Rente wird decken können.
Die Gefahr der Altersarmut ist bei Geringverdienern noch weitaus größer als beim Rest der Bevölkerung, da diese kaum die Möglichkeit haben, privat vorzusorgen. Zudem stocken immer mehr Menschen ihren Lebensunterhalt durch Minijobs auf. Diese sind aber nicht sozialversicherungspflichtig und somit fehlt auch hier eine ordentliche Altersabsicherung.
Ursula von der Leyen will dem nun Abhilfe verschaffen und eine Zuschussrente für Geringverdiener, die nur ein maximales Einkommen von 850 Euro aufweisen, einführen. Allerdings werden diese Pläne von vielen Seiten stark kritisiert. Die Voraussetzungen, um diesen Zuschuss zu erhalten, sind so engmaschig, dass dieser nur für einen geringen Teil der Versicherten zugänglich wäre. Pro Jahr würde sich die Anzahl der Bezugsberechtigten auf nur ca. 3000 Versicherte belaufen. Damit seien die Pläne zwar gut gemeint aber nichts anderes als eine Mogelpackung.
Solche Pläne seien nicht geeignet, um die drohende Altersarmut der künftigen Rentner-Generation abzuwenden, sagt Christine Clauß, Sozialministerin von Sachsen. Auch Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, ist der Meinung, dass eine grundsätzlich gute Sache, durch die engen Rahmenbedingungen, wie auch schon beim Bildungspaket für Hartz-IV-Empfänger, für kaum jemanden zugänglich wird und damit keine allgemeine Lösung für das Problem der Altersarmut darstellt.
Ist eine Lösung also immer noch nicht in Sicht? Wer sich nicht auf die Politik verlassen will, sollte privat vorsorgen und sein Kapital rechtzeitig anlegen, um sich auch im Alter einen gewissen Lebensstandart leisten zu können.
Kommentare zu diesem Beitrag lesen und schreiben 
Beiträge aus der Kategorie Private Rentenversicherung > News > per E-Mail abonnieren:
Private Rentenversicherung
Wie sicher ist diese Form der Altersvorsorge? Ist sie risikobehaftet?
Was bedeutet Sofortrente?
Was heißt aufgeschobene Rente?
