Höherer Kassenbeitrag für Studenten: Krankenversicherung wechseln
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Mit der Erhöhung der Kassenbeiträge auf 15,5 Prozent geht auch eine Beitragssteigerung für Studenten einher. Für diese lohnt sich der Wechsel in die PKV, die für Studenten rabattierte Beiträge gewährt.
Vor ein paar Tagen berichteten wir bereits über die Beitragssteigerungen der gesetzlichen Krankenkassen. So müssen an die Kassen nicht mehr nur 14,9 Prozent, sondern 15,5 Prozent Beiträge abgeführt werden. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Mehrbelastung von 0,3 Prozent für Arbeitnehmer, sondern außerdem um eine ungerechte Verteilung der Beitragslast. Denn diese tragen mit 8,2 Prozent hauptsächlich die Arbeitnehmer und nur mit 7,3 Prozent die Arbeitgeber. Zusätzlich wird für Arbeitgeber dieser Satz eingefroren, das heißt, künftige Beitragssteigerungen entfallen komplett auf die Arbeitnehmer.
Aber nicht nur Arbeitnehmer sind deutlich von den höheren Belastungen betroffen. Mit diesen gehen auch höhere Kosten für Studenten einher. So müssen alle, die bis zum Erreichen des 14.Fachsemester oder bis zur Vollendung des 30.Lebensjahres einen einheitlichen Beitrag von bisher 53,40 Euro im Monat bezahlt haben, seit Januar 2011 nun 55,55 Euro pro Monat entrichten. Dieser Beitrag steigt zum Sommersemester noch einmal auf 64,77 Euro pro Monat an. Diese Mehrkosten von immerhin 21 Prozent gehen zurück auf die Erhöhung des Bafögs im letzten Jahr. So stieg der Höchstsatz ab dem Wintersemester 2010 auf 670 Euro monatlich an, was im Schnitt 13 Euro Mehreinnahmen für Studenten bedeutet. Diese werden nun ab April 2011 sogleich wieder zunichte gemacht.
Wer sich nicht mit den Beitragssteigerungen abfinden möchte, kann von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Außerdem wird der Wechsel in die PKV ab diesem Jahr einfacher. Wessen Bruttolohn über 4125 Euro monatlich liegt, kann bereits nach einem Jahr in die private Krankenversicherung wechseln. Jedoch sei vor Lockangeboten der privaten Versicherer gewarnt. Denn niedrige Beiträge beinhalten oft eine hohe Selbstbeteiligungen oder eine überdurchschnittliche Beitragssteigerung im Alter. Außerdem steigen nicht nur bei den gesetzlichen Kassen die Beiträge, sondern auch die PKV zieht kräftig an. So kommt es auch hier zu Beitragssteigerung von bis zu 10 Prozent.
Der Einstieg in die PKV lohnt sich allerdings für junge Menschen. So sind die entscheidenden Faktoren zur Beitragsberechnung bei den privaten Anbietern das Alter, die Gesundheit sowie die gewählten Leistungen des Versicherten. Zusätzlich werden in der Studenten-Krankenversicherung rabattierte Beiträge gewährt, die anders als bei der GKV, bis zum Erreichen des 34. Lebensjahres gelten.
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