Ach so?! Nicht zu spät für HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs?
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Vorsorgeuntersuchungen und -Impfungen sind sehr wichtig. Wer die Maßnahme rechtzeitig vornimmt, kann sich einigen Ärger ersparen - wie hier im Falle der Kostenübernahme für die HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs.
Autor: xxdebbiexx
Datum: 10.07. 2009
Mein Arzt hat mir gestern bei meinem Termin erklärt, dass mir die Krankenkasse die Gebärmutterhalskrebsimpfung mit meinen 26 natürlich nicht mehr bezahlen würde. (Ich hätte mich damals kostenlos impfen lassen können, als ich noch bei meiner alten Ärztin war, die aber dann in Rente ging und mir irgendwie nie was darüber erzählt hat.) Aber er meinte, dass er ausgesprochen viel von einer Impfung hält und es auch in meinem Alter noch absolut sinnvoll wäre. Er meinte, er hat schon erfolgreich Frauen über 40 geimpft.
Dann habe ich gefragt, was denn die Impfung kosten würde. Daraufhin er: „Sitzen Sie gut? Über 500 Euro.“
Das ist doch der Wahnsinn! Da platzt mir echt die Hutschnur! Meine letzte Ärztin verschweigt mir etwas, das für meine Gesundheit vielleicht enorm wichtig gewesen wäre. Und wenn ich das nachholen will, muss ich mich vielleicht noch verschulden, oder was? Nur weil die Kasse keinen Bock auf zu hohe Ausgaben hat, setzt sie die Altersgrenze einfach dahin, wo die meisten Infektionen stattfinden und fertig ist!?! Das kann's doch eigentlich auch nicht sein.
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Anmerkung der Redaktion
Es ist absolut nachvollziehbar, dass Sie verärgert sind. Zwar können wir Ihnen keine medizinischen Antworten liefern. Aber wir können Ihnen eine gute Informationsquelle benennen und zum Versicherungsaspekt Ihrer Ausführungen etwas mitteilen:
- Zur Beruhigung: Gemäß den Informationen des Krebsinformationsdienstes muss die verpasste Impfgelegenheit keine unmittelbaren gesundheitlichen Konsequenzen für Sie haben. Im Umkehrschluss hätte Sie aber auch eine damalige Impfung nicht hundertprozentig vor der Gefahr der Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs geschützt.
- Zur Verbeugung: Konsultieren Sie in jedem Falle regelmäßig Ihren Arzt und leiten Sie die empfohlenen Schritte ein.
- Zur Information: Belesen Sie sich, z.B. auf den Seiten des Krebsinformationsdienstes.
- Zur Zielgruppe der Impfung: Nach den Empfehlungen der Stiko (ständige Impfkommission) gehören Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren zur offiziellen Zielgruppe. Aus welchem Grund diese Altersgrenze wichtig ist, erfahren Sie ebenfalls auf der genannten Website.
- Zur Kostenübernahme durch Versicherungen: Die Krankenkasse übernimmt in der Regel die Kosten einer HPV-Impfung nur für die offizielle Zielgruppe. Es gibt jedoch auch Kassen, die übernehmen bereits Impfungen ab 9 Jahren, bis 26 Jahren oder in jedem Falle, wenn keine HPV Viren nachgewiesen werden können. Deshalb sollte man in jedem Falle, auch wenn man älter ist, mit seiner Krankenkasse sprechen. Eventuell besteht doch die Möglichkeit, nicht alle Kosten selbst tragen zu müssen. Bei privat Versicherten ist die Kostenübernahme abhängig vom jeweiligen Vertrag. Auch bei einer Krankenzusatzversicherung ist die Übernahme der Kosten nicht sicher. Informieren Sie sich, wenn Sie eine entsprechende Zusatzversicherungen abgeschlossen haben, ob Ihr Tarif einen Teil der Kosten übernimmt.
- Zu den Kosten der Imfpung: Laut Krebsinformationsdienst sind dies die Kosten für die HPV-Impfung: Eine Impfdosis kostet etwa 160 Euro, die vollständige Impfung umfasst drei Einzeldosen und damit etwa 480 Euro. Der Arzt berechnet zudem eine Beratungsgebühr nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), die sich in der Höhe nach dem Beratungsumfang richtet.
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