Wechsel private Krankenversicherung – sparen in der PKV

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Dass Krankenversicherungsbeiträge steigen, ist leider nicht vermeidbar. Während sich die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung erhöhen und einige Krankenkassen Zusatzbeiträge verlangen müssen, gibt es auch Prämienerhöhungen bei einigen privaten Krankenversicherern. Hier erfahren Sie, was Sie tun können, um Beiträge zu sparen.


1. Anbieter-Wechsel
2. Tarifwechsel
3. Basistarif
4. Achtung: Risikozuschlag?
5. Bei Wechsel in die PKV


1. Anbieter-Wechsel

Wer zu hohe Versicherungsbeiträge zahlt, kann mithilfe eines Versicherungsvergleichs nach einem besseren Angebot bei einer anderen Versicherungsgesellschaft suchen. Hierbei gilt es jedoch, sich nicht nur von dem augenscheinlichen Vorteil leiten zu lassen. Viele Anbieter werben mit besonders günstigen Prämien, wobei keinesfalls gesagt ist, dass man selbst bei einem Antrag auch zu diesen Konditionen versichert werden kann. Darum ist ein professioneller Vergleich von einem Versicherungsexperten wichtig. Wir bieten Ihnen einen solchen PKV-Expertenvergleich hier auf der Seite kostenlos an.
Man sollte sich jedoch überlegen, ob ein Wechsel zu einem anderen, günstigeren Anbieter tatsächlich nicht mit mehr Nachteilen behaftet ist. So ginge ein Wechsel der Versicherungsgesellschaft beispielsweise auf Kosten der Altersrückstellungen. Diese werden über Jahre der Mitgliedschaft hinweg angespart, um hohe Beiträge im Alter abzufedern. Ist die Portabilität der Altersrückstellungen nicht im vollen Umfang gewährleistet (können also diese Rückstellungen nicht zum anderen Anbieter mitgenommen werden), so kann dies, je nach Dauer des Versicherungsverhältnisses, einen erheblichen Verlust bedeuten. Wechselwillige sollten sich über das Ausmaß der Portabilität informieren und über einen gezielten Vergleich prüfen, welche Versicherer günstiger anbieten. Auch bezüglich möglicher Risiken und Nachteile kann der Versicherungsexperte Sie beraten, damit Sie keine übereilten Entscheidungen treffen müssen, die Sie eventuell später bereuen.


2. Tarifwechsel

Einfacher ist ein Tarifwechsel. Hier sollte man prüfen, welche Leistungen der aktuelle Tarif umfasst und ob diese auch alle tatsächlich benötigt werden. Was in Zwischenzeit belanglos geworden ist, kann auch gestrichen werden. Kann man auf die Behandlung durch den Chefarzt verzichten? Benötigt man wirklich die Übernahme der Heilpraktikerkosten? Wie sieht es mit dem Einbettzimmer im Krankenhaus aus?
Ein Tarif, in welchem all die mittlerweile unbrauchbaren oder verzichtbaren Leistungen fehlen, wird auch entsprechend günstiger sein.


3. Basistarif

Dieser Tarif hat im Jahr 2009 den alten Standardtarif abgelöst. Er ist derjenige Tarif, der die wenigsten Leistungen bietet – ziemlich genau so viel, wie die gesetzliche Krankenversicherung gewährt – und dabei konsequenterweise am wenigsten kostet. Der Beitrag im Basistarif liegt maximal genauso hoch, wie der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Wer also seine Beiträge drastisch reduzieren möchte, kann den Basistarif wählen. Die Portabilität der Altersrückstellungen bei einem Wechsel innerhalb der Basistarife ist gegeben. Mit anderen Worten: man kann seine eigenen Rückstellungen also zum anderen Versicherer mitnehmen, wenn man nach wie vor im Basistarif versichert bleibt. Jedoch können die Altersrückstellungen von anderen Tarifen nicht in voller Höhe in den Basistarif mitgenommen werden.
Ein weiterer Vorteil: Im Basistarif gibt es keine Gesundheitsprüfung. Hier muss jeder angenommen werden.


4. Achtung: Risikozuschlag?

Ein Tarif- oder Anbieterwechsel bringt in der Regel eine erneute Gesundheitsprüfung mit sich. Da sich die Beiträge mit schlechterer gesundheitlicher Verfassung und gestiegenem Alter erhöhen, wird die Versicherung letztlich teurer werden, als sie auf den ersten Blick aussehen mag. Eine Ausnahme bildet nur der Basistarif. Diese Gesundheitsprüfung, die im Ausfüllen eines Fragebogens mit Angaben zum Gesundheitszustand besteht, hilft der Versicherungsgesellschaft, das Risiko einzuschätzen. Wer Vorerkrankungen hat, die darauf schließen lassen, dass in der Zukunft erhöhte Krankheitskosten auf die Versicherung zukommen werden, muss also damit rechnen, einen um einen Risikoaufschlag erhöhten Beitrag zahlen zu müssen.


5. Bei Wechsel in die PKV

Wer noch gesetzlich versichert ist und in die private Krankenversicherung wechseln möchte, der sollte sich im Vorfeld Gedanken darüber machen, welche Leistungen persönlich wichtig sind und welche eher eine untergeordnete Rolle spielen. Danach sollte man einen Versicherungsvergleich der privaten Krankenversicherer durchführen lassen. Nur so kann man sich sicher sein, den günstigsten Anbieter dessen zu finden, was man auch wirklich braucht. Ziel ist es, ein maßgeschneidertes Versicherungsangebot zu finden. Je passender eine Versicherungslösung ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man damit später Probleme bekommt. Generell sollte man nichts übereilen und sich gezielt von einem Experten beraten lassen.

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