Ende für private Krankenversicherung: Ist das Modell überholt?
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Die private Krankenversicherung wird immer mehr der gesetzlichen Krankenkasse angepasst. Doch werden im Gegenzug den Kassen nicht die gleichen Privilegien eingeräumt.
Vor einiger Zeit haben wir bereits darüber berichtet, dass die Regierung plant die Arzneimittelrabatte, die den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) eingeräumt werden, auch den privaten Krankenversicherern (PKV) zu gewähren, um den Wettbewerb untereinander anzukurbeln. Dies hat zu einer Protestwelle durch die Opposition geführt, die darin eine Klientelpolitik zu Gunsten der PKV sieht. Die privaten Versicherer haben schon seit Jahren mit zu hohen Kosten durch ein hohes Leistungsversprechen zu kämpfen. Der Koalition wird nun vorgeworfen in diesem Sinne eine Hilfsaktion zu starten und der PKV die gleichen Vorteile zu gewähren wie der GKV. Doch anstatt im Gegenzug den gesetzlichen Kassen die gleichen Privilegien wie den privaten Versicherern einzuräumen, bleiben diese unangetastet.
Gefordert wird nun vor allem, dass bei der Gewährung der gleichen Preisvorteile nicht mehr nur Gutverdienende und Gesunde in die private Krankenversicherung aufgenommen werden sollen. Vielmehr sollte der Wettbewerb komplett freigegeben werden und die Krankenversicherungen in wesentlichen Bereichen einander angepasst werden. So sollen Krankenkassen und Versicherer in Zukunft durch gemeinsame Gesellschaften, Geschäftsstellen oder beim Leistungseinkauf miteinander kooperieren. Läuten diese Maßnahmen langfristig das Ende der privaten Krankenversicherung ein wie sie bisher bekannt ist? Die Unterschiede zwischen der gesetzlichen Krankenkasse und den privaten Versicherern werden tatsächlich immer geringer.
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