Bald höhere Beiträge für die private Krankenversicherung?
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Im laufenden Jahr ging der Krug noch an den Privatversicherten vorbei, doch schon jetzt ist die Rede davon, dass ab 2010 mit Beitragserhöhungen zu rechnen ist.
Experten sprechen von Beitragsanhebungen, die zwischen drei und sechs Prozent liegen werden und betroffen ist jeder zehnte Bundesbürger. Umfragen bei führenden privaten Krankenversicherern brachte diese Planungen zu Tage. Begründet werden die Beitragserhöhungen damit, dass die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen auch den Privaten zu schaffen macht. Insbesondere eine Erweiterung der Leistungen, neue Behandlungs- und Diagnoseverfahren wie auch innovative Medikamente sind mit einem enormen Anstieg der Kosten verbunden. Die privaten Versicherer beteuern, durch den medizinischen Fortschritt die Lebensqualität ihrer Kunden verbessern zu wollen, was jedoch nicht auf Dauer ohne Beitragserhöhungen geschehen kann. Diese sind laut Aussagen von Experten unumgänglich, um diesen Standard für die Kunden auch in Zukunft halten zu können.
Laut Angaben des Verbandes der privaten Krankenversicherungen stiegen die Krankheitskosten allein im vergangenen Jahr um rund 5,9 Prozent an, wobei der Posten an ambulanten Leistungen besonders stark das Budget mit einem Kostenanstieg von sieben Prozent belastete. Ein neuer Höchststand musste bei den Heilpraktikerkosten ausgemacht werden; hier gibt es 13,1 Prozent höhere Kosten für die privaten Versicherer. Um mehr als neun Prozent höher fallen auch die Kosten für Zahnersatz aus, die in den beiden vergangenen Jahren überdurchschnittlich hoch ausgefallen sind.
Wie die Beitragserhöhung im Einzelfall aussehen wird, liegt am jeweiligen Tarif, denn ermittelt wurde der Kostenanstieg auf der Basis von Durchschnittswerten.
Als weiterer Grund für Beitragserhöhungen im Jahr 2010 wird die seit Januar 2009 bestehende Möglichkeit gewertet, im ersten Halbjahr den Anbieter wechseln zu können. Der Basistarif brachte längst nicht den erhofften Erfolg und die zum Jahresanfang 2009 geplanten Erhöhungen sollen bald nachgeholt werden.
Zu den preistreibenden Faktoren gehört auch die höhere Lebenserwartung der Versicherten. Diese leben durchschnittlich länger als noch vor 50 Jahren und verursachen höhere Kosten als eigentlich kalkuliert.
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