Regierungsparteien wollen die private Krankenversicherung stärken
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Das Gesundheitswesen und die Finanzierung der damit verbundenen Kosten kommen in diesen Tagen auf den Prüfstand. Erklärtes Ziel von Union und FDP ist, die private Krankenversicherung als Zusatz- und Vollversicherung zu erhalten und deren Position zu stärken.
Im Mittelpunkt von Verhandlungen steht eine Erleichterung für gesetzlich Krankenversicherte, unproblematischer einen Wechsel zur privaten Krankenversicherung vollziehen zu können. Geplant ist, laut Aussagen von Teilnehmern an den Verhandlungsgesprächen in Sachen Pflege und Gesundheit, dass die Wartefrist wieder herab gesetzt werden soll, wenn ein gesetzlich Krankenversicherter zur privaten Krankenversicherung wechseln will. Wie in früheren Zeiten, soll der anvisierte Zeitraum dafür ein Jahr betragen.
Laut Gesundheitsreform aus dem Jahr 2007 mussten Kassenversicherte nach dem Erreichen der Versicherungspflichtgrenze ganze drei Jahre mit einem Wechsel warten. Nun wird die Versicherungspflichtgrenze im kommenden Jahr auf monatlich 4162,50 Euro steigen.
Mit Neuerungen ist auch bei der Pflegeversicherung zu rechnen. Neben dem bestehenden Umlageverfahren wollen Union und FDP eine entsprechende Ergänzung durch Kapitaldeckung einführen. Hinzu kommt, dass künftig Demenzerkrankte als pflegebedürftige Personen eingestuft werden. Mit welchen durchgreifenden Neuerungen zu rechnen ist, werden weitere Koalitionsgespräche und Arbeitskreise in naher Zukunft erbringen.
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