Gesundheitskarte für die private Krankenversicherung kein Thema
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Nun ist es raus: die elektronische Gesundheitskarte wird zunächst nicht für Privatversicherte eingeführt. Die Privaten wollen sich nicht daran beteiligen, wenn die flächendeckende Karte ausgegeben wird. Begründet wird diese Entscheidung damit, dass Apotheker, Ärzte und Kliniken nicht zur Annahme verpflichtet sind, wenn sich Privatpatienten medizinisch behandeln lassen wollen.
Vielmehr wird gefordert, dass auch privat Versicherte zwingend zur Anwendung dieser elektronischen Karte verpflichtet werden sollen. Ansonsten sehen sich die Privatversicherer außerstande, die Kosten für die Einführung der Karte aus dem Topf der Versichertenbeiträge finanzieren zu können. Doch wird gleichzeitig auch beteuert, dass die Privatversicherer im Grundsatz hinter der Karte stehen, die viele nützliche Funktionen bietet und dennoch ein hohes Maß an Datensicherheit offeriert.
Start soll am 1. Oktober 2009 in der Region Nordrhein sein. Von hier aus soll sich die Ausgabe der neuen Versichertenkarte auf alle anderen Regionen ausweitet, was aller Voraussicht nach auch das kommende Jahr in Anspruch nehmen wird. Durch die Einführung der Gesundheitskarte sollen Millionen Rezepte elektronisch abgewickelt werden, um zu einem späteren Zeitpunkt durch einen so genannten elektronischen Gesundheitsbrief ergänzt werden. Doch handelt es sich hierbei um ein Milliarden schweres Projekt und Experten rechnen gar mit Gesamtkosten in acht bis zehn Jahren von bis zu über 14 Milliarden Euro.
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