Ach so?! Ich dachte immer, die private Krankenversicherung ist viel teurer, als die Gesetzliche.
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Dass eine private Krankenversicherung nicht immer teurer sein muss als die Gesetzliche - hierzu schildert uns Susimaus ihre persönlichen Erfahrungen.
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Autor: susimaus
Datum: 22.03.09
Wann immer das Thema „Private“ aufkam, hieß es von allen Seiten: „Die ist ja so teuer“. Jetzt weiß ich, dass das völliger Blödsinn ist. PKV muss nicht immer die teurere Variante sein. Ich habe das gerade mal für mich durchrechnen lassen und bin das lebendige Beispiel dafür, dass man in der Privaten tatsächlich günstiger bei weg kommen kann – und dabei eben auch die Vorzüge des Privatpatient-Seins genießen kann.
GKV-Beiträge werden nämlich nur nach dem Einkommen berechnet. in der PKV ist das unerheblich. Hier sind Alter und Gesundheitszustand – also das Risiko – ausschlaggebend. Da ich noch keine 35 bin und soweit noch ganz fit, geht bei mir die Rechnung auf.
Aber der Ober-Knaller ist ja, dass die GKV für mich später immer teurer werden würde, weil die in Zukunft immer weiter die Beiträge erhöhen werden. Außerdem haben sie rechtlich die Legitimation dafür, mal eben die Leistungen weiter herunterzufahren. Die GKV bildet nämlich keine Rückstellungen. Und weil die Deutschen perspektivisch immer weniger werden und zudem auch noch altern, ist ja völlig klar, dass die Kassen dafür mehr ausgeben müssen und den Mehraufwand dann auf die Beiträge umlegen. In der PKV werden aber Rückstellungen gebildet. Dadurch soll der Beitragsanstieg im Alter ausgeglichen werden.
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Anmerkung der Redaktion:
Da haben Sie absolut recht. Es gibt einen Personenkreis, der in der PKV wirklich weniger Beiträge zahlt, als in der GKV. Das ist leider vielen nicht bewusst. Hierzu und zum Thema Beitragssteigerung möchten wir ergänzen:
Die Beitragshöhe richtet sich nach den persönlichen Daten
- Alter bei Vertragsabschluss,
- Geschlecht,
- Gesundheitszustand (nicht bei Basistarif) und
- Tarifwahl.
Dementsprechend können all diejenigen einsparen, die bereits in jungen Jahren beitreten, keine Vorerkrankungen haben und bei der Wahl der Leistungen nur berücksichtigen, was ihnen wirklich wichtig ist.
Aufgrund der demographischen Entwicklung kann die GKV tatsächlich nur durch die Umlage auf die Beiträge die erhöhten Aufwendungen finanzieren (Umlageverfahren). Beiträge werden also perspektivisch weiter ansteigen. Die PKV finanziert sich über das Kapitaldeckungsverfahren. Das heißt, dass aus den Beiträgen der Versicherten und den darauf entfallenden Zinsen Rücklagen gebildet werden, die im Bedarfsfall diesen Versicherten zugute kommen.
→ Erfahren Sie mehr über die Unterschiede zwischen Gesetzlicher und Privater im GKV/PKV-Vergleich!
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