Die Pleite des Kfz-Versicherers Ineas wird nicht aufgefangen
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Die niederländische Kfz-Versicherung Ineas ist insolvent und kein deutsches Versicherungsunternehmen hat deren Bestand übernommen. Das ist beispielhaft in der deutschen Versicherungswirtschaft.
Der niederländische Kfz-Versicherer Ineas ist pleite und kein anderes Versicherungsunternehmen hat eingegriffen. Das mag hart klingen, ist aber im Großen und Ganzen zu begrüßen. So hat die Branche endlich erkannt, dass auch Versicherungsgesellschaften insolvent gehen können. Hier zählt vor allem die Finanzstärke des Unternehmens und nicht mit welchen Mittel potenzielle Kunden umworben werden können.
Ineas hat insbesondere Frauen akqueriert und diesen besonders günstige Kaskoversicherungen angeboten. Doch mit dem Beginn der finanziellen Schwierigkeiten bleiben Inhaberinnen der sogenannten LadyCarOnline-Police bei Unfällen wahrscheinlich noch Jahre auf den daraus resultierenden Kosten sitzen.
Dieses Beispiel zeigt, dass auch das Privatkundengeschäft im Versicherungsbereich sich nach den Marktgesetzen richten muss. So verlockend wie der Bestand von 50.000 Ineas Kunden auch sein mag, die Bedingungen der Übernahme dieser war der Versicherungswirtschaft hierzulande einfach zu unsicher. Das ist in der Geschichte der deutschen Versicherungslandschaft einmalig. Bisher haben Versicherer einander immer unterstützt – in dem Sinne, dass Versicherungen nicht insolvent gehen dürfen und wenn doch, zumindest der Kundenstamm von anderen übernommen werden müsse.
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