Privatisierung der Krankenkassen: Lösung für Finanzierungsproblem
100% kostenlos
Durch das Anheben der Beiträge und der Rabatte bei den Pharmaindustrie, wurde kurzfristig den Finanzierungsproblemen der Krankenkassen ein Ende bereitet. Doch langfristig müssen sich die Strukturen ändern, vielleicht bis hin zu einer Privatisierung der Krankenkassen.
Ein neuer Durchbruch bei der Krankenkassenfinanzierung bringt frisches Geld in die Kassen. So wurde der allgemeine Beitragssatz von 14,9% auf 15,5% angehoben. So steht den gesetzlichen Krankenkassen ca. 6 Milliarden Euro mehr zur Verfügung. Zusätzlich zu den höheren Beiträgen wird auch der Rabatt, den die Pharmaindustrie den Krankenkassen gewähren muss, von 6% auf 10% angehoben. Allerdings hat der Beschluss auch seine negativen Seiten, so müssen die Versicherten mögliche Kostensteigerungen allein auffangen, der Arbeitgeber wird daran nicht mehr beteiligt. Auch ist die Finanzierung mit dem Modell nur bis 2014 sichergestellt, dabei können die durchschnittlichen Zusatzbeiträge bis auf 16 Euro pro Monat steigen. Diese Annahmen hält der Chef der Techniker Krankenkasse , Norbert Klusen, sogar noch für optimistisch. Seinen Angaben zufolge, wird dieser Beitrag wohl noch deutlich überstiegen werden. Um in einen besseren Verhandlungsstatus mit den Leistungserbringern zu kommen, sind viele Krankenkassen in den letzten Monaten fusioniert. Dieser Druck wurde den Krankenkassen nun erstmal von den Schultern genommen. Nun muss sich auf die Versorgung der Patienten konzentriert werden und dazu das Gesundheitssystem aus der Abhängigkeit des Staates gelöst werden. Eine Privatisierung der Krankenkassen könnte, so Klusen, hier einen Ausweg bieten. Diese Privatisierung soll aber vorbei an den Privaten Krankenversicherern geführt werden, hin zu privaten Non-Profit-Unternehmen, bei denen die Krankenkasse dann ihren Mitgliedern gehört.
Kommentare zu diesem Beitrag lesen und schreiben 
Beiträge aus der Kategorie Gesetzliche Krankenversicherung > News > per E-Mail abonnieren:
Gesetzliche Krankenversicherung
Stimmt es, dass die Kasse Brillengestelle bezahlt?
Wer ist pflichtversichert?
Was ist der Unterschied zwischen Jahresarbeitsentgelt-, Versicherungspflichtgrenze und Beitragsbemessungsgrenze?
