Wahl der Krankenkasse nach individuellen Maßstäben
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Seit diesem Jahr können die Krankenkassen nach eigenem Ermessen zusätzliche Beiträge erheben, um ihr Ausgabendefizit auszugleichen. Doch lohnt nicht in jedem Fall ein Wechsel zur einer anderen Kasse.
Seit Anfang diesen Jahres müssen gesetzlich Versicherte zu ihren normalen Beiträgen in vielen Krankenkassen Zusatzbeiträge entrichten. Dies liegt daran, dass die Krankenkassen staatlich unterfinanziert und nur etwa 95 Prozent ihrer Ausgaben gedeckt sind. Um die Kosten zu decken müssen irgendwann zwangsläufig alle Krankenkassen zusätzliche Beiträge erheben, die bis zu 1 Prozent ihres beitragspflichtigen Einkommens ausmachen. Pauschal dürfen Krankenkassen, ohne Überprüfung des Einkommens ihrer Kunden 8 Euro monatlich mehr verlangen. Hier ist ersichtlich, dass alle die weniger als 800 Euro im Monat verdienen über dem Höchstsatz von 1 Prozent liegen. Ist es deswegen aber sinnvoll gleich die Krankenkasse zu wechseln? Hier einige Anhaltspunkte:
Um sich umfassend beraten zu lassen, können Versicherte ihre Kasse in ihrer Geschäftstselle aufsuchen. Dabei bieten AOK und Barmer GEK sowie die DAK die meiste Kundennähe, da sie ein hohes flächendeckendes Geschäftsstellen Angebot aufweisen. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit Hausbesuche zu bekommen. Diesen Service bieten etwa ein Drittel aller Kassen an. Die AOK und die DAK sind neben der hohen Kundennähe auch sieben Tage die Woche für ihre Versicherten da. So kann man rund um die Uhr mit seinen medizinischen Sorgen einen Mitarbeiter erreichen. Neben dem Service und der Erreichbarkeit zählt aber vor allem die Leistungsbereitschaft der Krankenasse. Trotz Zusatzleistungen sollte man nicht ohne einen Vergleich dieser einfach wechseln. Denn privat zu tragende Leistungen können mehrere hundert Euro im Jahr ausmachen.
Die Wahl der Krankenkasse hängt letztendlich von individuellen Schwerpunkten ab. Gehören Kinder mit zum Haushalt, verreist man öfter in andere Länder und mit ähnlichen Fragen sollte man seine Situation analysieren und danach die passende Krankenkasse wählen.
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