Für PKV Versicherte Medikamente teurer als für GKV Versicherte
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Die Arzneimittelpreise für Privatpatienten steigen schneller an als für Versicherte in den gesetzlichen Krankenkassen. Die Branche der PKV will sich dies nicht länger gefallen lassen und mit Forderungen nach einer politischen Lösung verstärkt an die Öffentlichkeit gehen.
Als häufigsten Grund für den Wechsel von einer gesetzlichen Krankenkasse in einer private Krankenversicherung wurde bei einer Umfrage die Besserstellung als Privatpatient genannt, gefolgt von den Argumenten, dass eine bessere Leistungsversorgung erfolgt und man andere Medikamente erhält. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt, denn Privatpatienten müssen für Arzneimittel im Allgemeinen viel tiefer in die Tasche greifen als Kassenpatienten. Innerhalb von zehn Jahren sind die Preise für Medikamente für privat Versicherte um 85 Prozent gestiegen, während es für gesetzlich Versicherte lediglich nur 68 Prozent waren. Grund dafür ist unter anderem, dass den gesetzlichen Krankenkassen ein Herstellerrabatt von 6 Prozent eingeräumt wird, den die privaten Krankenversicherer nicht bekommen. Dieser soll in Zukunft sogar noch einmal um 10 Prozent angehoben werden. Außerdem bekommen Kassenpatienten in der Apotheke einen sogenannten Apothekenabschlag von 2,30 Euro, der wiederum Privatpatienten verwehrt bleibt.
Wenn der Trend weiter anhält wird die Preisschere in Zukunft noch weiter auseinander klaffen. Die Branche der privaten Versicherer will sich dies nun nicht länger gefallen lassen. Sie plant mit ihren Forderungen, wie einem gesetzlichen Verhandlungsmandat mit Einigungszwang, verstärkt an die Öffentlichkeit zu gehen. Dieser Zustand ist nicht länger haltbar und aus Regierungskreisen erhalten sie bereits Zustimmung.
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