Kopfpauschale für gesetzliche Krankenversicherung geplant
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Der Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler plant für 2011 die Einführung einer Kopfpauschale, um die Krankenkassen zu entlasten. Diesen steht im kommenden Jahr ein Defizit von bis zu 11Mrd. Euro ins Haus.
Die Debatte um höhere Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung nimmt nicht ab. So plant der Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler ab 2011 eine Gesundheitsprämie von 29 Euro pro Versicherten. Der finanzielle Misere und ein Einnahmedefizit von voraussichtlich 11 Milliarden Euro im kommenden Jahr muss etwas entgegengesetzt werden. Um diese zusätzliche Belastung für die Versicherten erträglicher zu machen, will er den 2005 eingeführten Sonderbeitrag von 0,9 Prozent wieder streichen. Die damalige Regierung hat mit dieser Maßnahme die Lohnnebenkosten gesenkt und diese Ausgabe alleinig dem Arbeitnehmer aufgebürdet.
Doch die Kopfpauschale induziert wiederum einen Sozialausgleich von knapp 5 Milliarden Euro. Dieses Geld soll über Steuererhöhungen auf höhere Einkommen ausgeglichen werden. Dies ist nicht der einzig überraschende Aspekt, den der Gesundheitsminister formuliert. Auch will er anscheinend die Pharmalobby entmachten und plant finanzielle Einschnitte der ruinösen Rabattschlacht der Arzneimittelgroßhandel und Apotheken.
Wer sich der Willkür der Beitragserhöhungen entziehen will und sich privat versichern kann, sollte die Vorteile einer Privaten Krankenversicherung bedenken. So müssen gesetzlich Krankenversicherte hohe Zuzahlungen leisten. Außerdem bekommen sie nur die Medikamente verschrieben, die das ärztliche Arzneimittelbudget noch hergibt. Bei der Privaten Krankenversicherung werden dagegen die Leistungen individuell vereinbart. Hier können Besserverdiener einsparen, denn die Beiträge werden risikobezogen kalkuliert und sind einkommensunabhängig.
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