Steigende Kosten der Krankenkassen bedingt auch Ärztemangel
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Durch zunehmende ökonomische Zwänge, lange Arbeitszeiten und zu geringem Verdienst von Ärzten herrscht zunehmend, insbesondere in ländlichen Regionen, Ärztemangel.
Die jährlich steigenden Gesundheitskosten lasten schwer auf den gesetzlichen Krankenkassen. So kommen nicht nur immer wieder Beitragserhöhungen auf die Versicherten zu, auch Ärzte haben unter der Budgetierung zu leiden. Das bedeutet, dass sie nur in einem bestimmten finanziellen Rahmen praktizieren können. Dieses Budget besteht aus drei Komponenten. Zum einen die Fallpauschale für die Behandlung eines jeden einzelnen Patienten, dann das quartalsweise Regelleistungsvolumen als Honorarobergrenze sowie das Budget für Arznei, Heil- und Hilfsmittel. Außerdem müssen Ärzte die Differenz bei Überschreitung des Budgets aus eigener Tasche zahlen.
Die wachsenden ökonomischer Zwänge, die steigende Fremdbestimmung, lange Arbeitszeiten und hoher Bürokratismus wirken auf die nachkommende Generation abschreckend. So sinkt die Anzahl der Studierenden im Studienfach der Medizin. Dies führt zu der zunehmenden Gefahr der gesundheitlichen Unterversorgung. In Ballungsgebieten und Großstädten ist die medizinische Versorgung zwar noch sicher, doch in ländlichen Regionen müssen zunehmend immer mehr kleinere Orte ohne Allgemeinmediziner auskommen. Inzwischen steht dort jeder fünfte Arzt vor dem Ruhestand und hat noch keinen Nachfolger. Für junge Mediziner sind einfach nicht genügend Anreize vorhanden in diese Regionen zu ziehen. Dort herrschen oft unregelmäßige und lange Arbeitszeiten. Außerdem hat ein Landarzt eigentlich nie Feierabend, weil er erreichbar sein muss. Daneben ist es wenig lukrativ, weil die Anzahl der gesetzlich Versicherten deutlich über die der privat Versicherten liegt. Inzwischen werden, zum Beispiel in Brandenburg, bereits Ärzte aus Österreich oder dem osteuropäischen Ausland angeworben, um diese Lücken zu füllen. Das Paradoxon an dieser Sache ist, dass andernorts Ärzte keine Kassenzulassung bekommen. Das liegt daran, dass in vielen Fällen ein Bezirk bereits gesperrt ist, weil bereits eine ausreichende Anzahl von Ärzten in diesem Fachbereich dort praktizieren. Denn, wer als Arzt gesetzlich Versicherte behandeln möchte, braucht eine Kassenzulassung von der Kassenärztlichen Vereinigung.
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