Steigende Krankenkassen-Beiträge und Steuerzuschläge

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Jährlich steigende Gesundheitskosten bringen die Krankenkassen immer mehr in Bedrängnis und verursachen bei den Beitragszahlern zusätzliche Kosten. Aber auch die geplante Gesundheitsprämie, die zumindest die Arbeitgeber entlasten soll, wird wohl erneute Steuerzuschläge mit sich bringen.

Steigende Kosten für die Gesundheit der Deutschen sind nicht mehr zu vermeiden. So werden wohl über kurz oder lang Zusatzkosten auf die Beitragszahler hinzu kommen. Bei einer der großen Krankenkassen ist es jetzt bereits soweit und die Mitglieder müssen 8 Euro monatlich zusätzlich auf den Tisch legen. Das wird kein Einzelfall bleiben und spätestens ab 2011 werden Millionen Mitglieder anderer gesetzlicher Krankenkassen ebenfalls tiefer in die Taschen greifen müssen. Damit wollen die Krankenkassen aus ihrer finanziell prekären Lage ausbrechen, die die steigenden Gesundheitskosten Jahr für Jahr verursachen. Doch nicht nur durch die Anhebung der Beiträge wird in nächster Zukunft mehr von den Versicherten verlangen. Auch die geplante Umstellung auf die einheitliche Gesundheitsprämie oder auch Kopfpauschale wird ein Mehr an Kosten verursachen. Diese ist, im Gegensatz zum bisherigen Modell, vom Arbeitseinkommen abgekoppelt und für jeden Beitragszahler gleich hoch. So muss jeder gesetzlich Krankenversicherte 109 Euro monatlich bis zu 7 Prozent seines Einkommens aufbringen. Der Arbeitgeberanteil ist dabei ein Fixanteil von 6,5 Prozent und bleibt bei Beitragserhöhungen unangetastet. Das bedeutet, jede Anhebung der Krankenkassenbeiträge geht rein zu Lasten der Versicherten. So soll der ständige Anstieg der Lohnnebenkosten gestoppt werden und Arbeitsplätze erhalten beziehungsweise neu geschaffen werden. Wer sozial schwächer gestellt ist und sich den Beitrag zur Krankenversicherung nicht leisten kann, wird über den Sozialausgleich entlastet. Diese Gelder stammen aus den Gesundheitsfonds, in den auch die Arbeitgeberbeiträge fließen. Der Rest wird aus Steuermitteln aufgefüllt. Dieses verursacht allerdings einen Mehrbedarf von 35 Milliarden Euro, die der Bund im bisherigen Finanzplan noch gar nicht aufgelistet hat. Damit ist ein Zuschlag auf die Einkommens- und Körperschaftssteuer notwendig. Wann dieser Systemwechsel von Statten geht, ist jedoch noch unklar. Doch gesetzlich Krankenversicherte müssen sich bereits jetzt auf Zusatzkosten einstellen

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