Einigung über die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung in Sicht?
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Die Gesundheitspolitik und die desolate Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung waren Themen, für die nun nach Koalitionsverhandlungen eine Marschroute festgelegt wurde. Zwar wurden am Ende einer Spitzenrunde noch keine Details bekannt gegeben, doch zeichnen sich jetzt erste Richtlinien und Veränderungen ab.
Im Vorfeld wurde bekannt, dass die Praxisgebühr in Höhe von zehn Euro je Quartal nochmals auf den Prüfstand muss. Eingeführt wurde sie erst vor fünf Jahren und war vielen gesetzlich versicherten Patienten ein Dorn im Auge. Ebenfalls mit Innovationen muss beim einheitlichen Kassenbeitrag gerechnet werden. Dieser wurde erst im Sommer fest definiert und soll nun verändert werden.
Über das Wie konnte man sich augenscheinlich noch nicht einigen, doch sicher ist, dass Patienten künftig mehr Wahlmöglichkeiten bekommen sollen, wenn es um so genannte Mehrkostenregelungen geht. Konkret bedeutet dies, dass die Krankenkassen einen festen Zuschuss wie jetzt schon beim Zahnersatz zahlen und der Patient für Extras selber in Leistung treten muss.
In Sachen Gesundheitsfonds zeichnen sich ebenfalls klare Richtlinien ab. Fest steht bereits, dass deutlich mehr Beitragsautonomie für die Krankenkassen ermöglicht werden soll. Sie sollen bald wieder selber über die Beitragshöhe für ihre Mitglieder entscheiden können. Bei anderen Modelle, die noch weiter untersucht werden müssen, kommt der Arbeitnehmer schlechter weg. Dann drohen lediglich Erhöhungen auf ihrer Seite.
Scharf kritisiert werden die Gesundheitspläne von der scheidenden Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Sie spricht von einer Zwei- Klassen- Medizin, bei der sich nur derjenige, der mehr verdient auch mehr an Zusatzversicherungen leisten kann.
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