Aus für Gesundheitsfonds und Einheitsbeiträge der gesetzlichen Krankenversicherung?
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Es sollte eine ganz große Reform werden, doch unterm Strich bleibt jetzt wohl nur ein Kompromiss übrig. Die Rede ist vom viel umstrittenen Gesundheitsfonds. Mutmaßungen zufolge soll nun Schluss damit sein und Union und FDP wollen über ein alternatives Ersatzmodell für die gesetzliche Krankenversicherung nachdenken.
Die Laufbahn des Gesundheitsfonds begann vor nicht einmal einem Jahr. Am 1. Januar 2009 wurde er von der großen Koalition aus der Taufe gehoben und schon jetzt droht das Ende dieser Ära. Unterhändler von CDU, CSU und FDP kämpfen nun in zähen Verhandlungen darum, das bestehende Modell zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung abzuschaffen.
Im kommenden Jahr ist eine Regierungskommission geplant, die eine endgültige Abwicklung des Gesundheitsfonds auf den Weg bringen soll. Da den Krankenkassen ein hohes Defizit von über sieben Milliarden Euro droht, soll die Ein- Prozent- Deckelung von Zusatzbeiträgen auf zwei Prozent erhöht werden. Kassen, die mit den noch geltenden Einheitsbeiträgen von 14,9 Prozent nicht auskommen, dürfen ab 2010 höhere Zusatzbeiträge von ihren Versicherten verlangen. Dabei hat der noch geltende einheitliche Krankenkassenbeitrag schon bald ausgedient, damit die einzelnen Kassen wieder selbstständig Beiträge erheben können, um unter anderem für eine verstärkte Wettbewerbsvielfalt zu sorgen.
Die Liberalen fordern, den zusätzlichen Beitrag in eine so genannte Prämie umzuwandeln, um die Gesundheitskosten teilweise von den Löhnen abzukoppeln. Mit der CDU scheint sich diese Forderung derzeit noch nicht realisieren zu lassen, denn die Union sieht darin eine Begünstigung für Besserverdienende. Der Krimi um die Entwicklung der Finanzierbarkeit der Gesundheitskosten ist somit noch nicht zu Ende.
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