Kosten-Nutzen-Bewertung soll Einsparpotenziale bei der gesetzlichen Krankenversicherung ausloten
100% kostenlos
Einsparungen im bundesdeutschen Gesundheitswesen sind dringend erforderlich und das drohende Defizit der Krankenkassen im Jahr 2010 macht deren Bedeutung klar. Einsparpläne und entsprechende Analysen haben immer wieder zu Diskussionen geführt, doch jetzt konnte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) eine Methode zur Kosten-Nutzen-Bewertung vorlegen, die vielversprechend ist.
Auf Grundlage dieser Methode ist es nun möglich, Aufträge des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) zu bearbeiten, um Empfehlungen für Höchstbeträge zu geben, bis zu denen die Krankenkassen Beträge für neue Medikamente übernehmen. Dieser Ausschuss ist das oberste Beschlussgremium der Selbstverwaltung von Krankenhäusern, Ärzten und Krankenkassen. Es bestimmt Richtlinien für das Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung, wobei die Entscheidung für Höchstbeträge vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung unter Berücksichtigung der Entwicklungskosten von Herstellern getroffen wird.
Schon recht bald wird der gemeinsame Bundesausschuss eine erste Kosten- Nutzen- Bewertung in Auftrag geben. Bislang galt die „Analyse der Effizienzgrenze“ als umstrittenes Mittel, das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen zu erstellen. Fachleute werten dieses Instrument jedoch als geeignetes Mittel, langfristig für Einsparungen im deutschen Gesundheitswesen zu sorgen.
Kommentare zu diesem Beitrag lesen und schreiben 
Beiträge aus der Kategorie Gesetzliche Krankenversicherung > News > per E-Mail abonnieren:
Gesetzliche Krankenversicherung
Stimmt es, dass die Kasse Brillengestelle bezahlt?
Wer ist pflichtversichert?
Was ist der Unterschied zwischen Jahresarbeitsentgelt-, Versicherungspflichtgrenze und Beitragsbemessungsgrenze?
