Sozialer Frieden durch Beitragserhöhungen der gesetzlichen Krankenversicherung gefährdet?
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Was lange Zeit abzuwenden schien, wird sich aller Voraussicht nach im kommenden Jahr nicht mehr aufhalten lassen: die Gesundheit wird für die Bundesbürger im Jahr 2010 zunehmend teurer. Experten sind sich jetzt einig, dass durch das drohende Defizit in Höhe von 7,5 Milliarden Euro alle Krankenkassen Extraprämien einfordern müssen. Soll die finanzielle Misere abgewendet werden, wird es ohne eine Zusatzprämie nicht gehen.
Das Loch in den Kassen und auch die Zukunft des Gesundheitsfonds stehen bei Koalitionsverhandlungen in Berlin auf der Tagesordnung. Müssen tatsächlich Zusatzbeiträge von den gesetzlich Versicherten erhoben werden, sollte niemand den ungeheuren Verwaltungsaufwand der damit verbunden ist unterschätzen.
Die gesetzliche Krankenversicherung rechnet mit zusätzlichen Kosten in Höhe von rund 500 Millionen Euro, die nach Bekunden einiger Experten besser in die medizinische Versorgung der Patienten investiert werden sollten
Eine große Ersatzkasse fordert von der neuen Regierung ein vereinfachtes System, wenn Zusatzbeiträge erhoben werden. Diese sollen nach Wünschen dieser Krankenkasse wie der herkömmliche Kassenbeitrag vom Einkommen des Erwerbstätigen abgezogen werden. Vorteil dieser Variante: Die Versicherungsnehmer würden dann in einer prozentualen Abhängigkeit vom Einkommen belastet werden. Die Einnahmeausfälle der Krankenversicherung würden nicht nur durch Zusatzbeiträge vom Arbeitnehmer, sondern auch durch eine anteilige Beteiligung vom Arbeitgeber gedeckt werden. Zuschüsse aus dem Steuersäckel könnten ebenfalls dazu beitragen, die steigenden Gesundheitskosten zu stemmen. Auf diese Weise kann das Ziel, den sozialen Frieden in der Bundesrepublik zu gewährleisten, realisiert werden.
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