Gesundheitsfonds pleite?- Krankenkassen fordern Unterstützung vom Bund
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Lange standen diese Befürchtungen im Raum und nun scheint sich zu konkretisieren, dass die Krankenkassen es allein nicht mehr schaffen. Vielmehr haben sich jetzt Vertreter der gesetzlichen Krankenversicherung an die neue Regierung gewandt. Im Mittelpunkt steht der Gesundheitsfonds, der bislang viel Kopfzerbrechen bereitet hat.
Der Bund soll nun, wenn es nach dem Willen der Krankenkassen geht, geplante Steuerzuschüsse auf das Jahr 2010 vorziehen, denn das anstehende Defizit von rund 7,4 Milliarden Euro muss schließlich aufgefangen werden.
Aber nicht nur der Gesundheitsfonds wird Thema sein, denn was bislang immer wieder beteuert wurde, kann wahrscheinlich nicht eingehalten werden- die Beitragserhöhung. Die Ausgaben der Krankenkassen steigen an, während die Einnahmen sinken, sodass die in Aussicht gestellten Steuerzuschüsse in Höhe von 2,5 Milliarden Euro im kommenden Jahr dringend benötigt werden. Die Finanzierungsprobleme scheinen den Kassen über den Kopf zu wachsen, sodass die finanzielle Unterstützung des Bundes dann auf die stolze Summe von 14 Milliarden Euro anwachsen wird.
Geplant war, diesen Betrag erst im Jahr 2012 zu erreichen, doch drängt die Zeit jetzt. Die Prognosen des Schätzerkreises erweisen sich bei vielen Kassen als alarmierendes Signal und vielfach ist die Rede davon, dass der Steuerzuschuss als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gesehen werden muss. Zusatzbeiträge wollen viele Kassen erst noch abwenden, denn sie sind der Auffassung, dass Vater Staat wie auch die Arbeitgeber stärker in die Verantwortung genommen werden müssen. Doch wie lange die Krankenkassen auf Zusatzbeiträge verzichten müssen, bleibt indes ungewiss. Einig sind sich Experten jedoch darüber, dass einzig und allein die Abschaffung des Gesundheitsfonds nicht ausreichen wird, die wirtschaftlichen Probleme der Krankenkassen zu beheben. Einige Gesundheitsexperten schließen nicht aus, dass es in den kommenden Jahren zu einem drastischen Anstieg der Beitragssätze bei den Kassen kommen könnte und gehandelt wird ein Wert von 17 Prozent, statt des bisherigen einheitlichen Beitragssatzes von 14,9 Prozent. Jedoch sind diese Aussagen noch spekulativ und gefunden werden muss eine Lösung, die bezahlbar ist.
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