Keine Steuerzuschüsse für Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung?
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Die Krankenkassen haben finanzielle Probleme- diese Tatsache ist nicht zu übersehen, doch wenn diese gelöst werden sollen, müssen aller Voraussicht nach die Versicherten für eine Lösung zahlen.
Die Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung nehmen sich auch des Gesundheitsfonds an. Bereits im kommenden Jahr droht der gesetzlichen Krankenversicherung ein Defizit in Milliardenhöhe. Ausgehend von der angespannten Haushaltslage setzt die FDP auf höhere Beiträge für die gesetzlich Krankenversicherten, denn für Steuerzuschüsse ist der finanzielle Spielraum wohl zu klein.
Nicht einverstanden mit einer Erhöhung der Lohnzusatzkosten zeigt sich der FDP-Gesundheitsexperte Daniel Bahr. Seiner Meinung nach unternehmen aktuell viele Betriebe Höchstanstrengungen, um ihre Mitarbeiter überhaupt noch halten zu können, auch wenn dies über Kurzarbeit geschieht. Sollten die Betriebe und Unternehmen stärker zur Kasse gebeten werden, führt dies nach Meinung des Experten zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit und verfehlt das Ziel.
In Sachen Finanzierung der Krankenkassen und einem Entgegentreten der steigenden Gesundheitskosten sucht man gegenwärtig nach einem Mix, die Probleme zufriedenstellend zu lösen. Nach wie vor verfolgt die FDP ihr Ziel, den Gesundheitsfonds abzuschaffen, damit die Krankenkassen in Zukunft eigenständig ihre Beiträge festsetzen können. Dem Gesundheitsfonds werden im Jahr 2010 etwa 7,4 Milliarden Euro fehlen, die nach Ansicht des FDP- Gesundheitsexperten durch eine Ausgabensteigerung bei den Medikamenten wie auch durch gestiegene Arzthonorare und Krankenhauskosten entstanden sind.
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