Defizite in Milliardenhöhe bei der gesetzlichen Krankenversicherung erwartet

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Vielfach stand diese Problematik schon im Mittelpunkt kontrovers geführter Diskussionen und jetzt scheint sich ein Milliardenloch bei den Krankenkassen im kommenden Jahr abzuzeichnen.

Finanzielle Engpässe werden vom Verband der Ersatzkassen erwartet, die zwischen sechs und neun Milliarden Euro betragen werden. Diese Problematik wird wohl bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen zu einigen Auseinandersetzungen führen. Noch in den kommenden Tagen wird sich der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenversicherung damit zu befassen haben, um Prognosen für das Jahr 2010 zu geben.
Diese Tatsache wird für die FDP Wasser auf die Mühlen bedeuten, denn mit den erwarteten Defiziten sieht man sich mit der Kritik am Gesundheitsfonds bestätigt. Gesundheitsexperten der Partei sind sich sicher, dass das System des Gesundheitsfonds in einem nicht zu unterschätzenden Maße zum finanziellen Desaster beigetragen hat. Eine Beitragsautonomie der Krankenkassen hätte, nach Ansicht der FDP, den Anreiz geboten, die Ausgaben für die steigenden Gesundheitskosten mit den Einnahmen zu decken. Da der Gesundheitsfonds die erwarteten Kosten für das Jahr 2010 nicht decken kann, rechnen Experten schon jetzt damit, dass bereits jede zweite Krankenkasse Zusatzbeiträge von ihren Versicherten verlangen müssen, um die Löcher zu stopfen.
Daher stehen umfassende Diskussionen über den Gesundheitsfonds im Raum und tendiert die FDP eher dazu, den Gesundheitsfonds abzuschaffen, will die CDU noch daran festhalten. Einige Kritiker sehen bereits Insolvenzen von Krankenkassen, wenn fehlendes Geld über zusätzliche Beiträge ersetzt werden sollen. Die einprozentige Begrenzung der Zusatzbeiträge wird wohl auch nicht ausreichen, die Löcher zu stopfen, die durch steigende Kosten im Gesundheitswesen entstehen. Viele sehen es als erforderlich an, die Steuerzuschüsse früher als geplant vorzuziehen und gleichzeitig den einheitlichen Beitragssatz zu erhöhen. Einige sind sich jedoch alle darin, wenn es darum geht, verstärkt den Sparkurs zu verfolgen. Kliniken, Ärzte und der Arzneimittelsektor sollen sich verstärkt auf einen extremen Sparkurs einstellen.

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