Zu viele Alte und Kranke belasten die Krankenkassen
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Die Tatsache ist nicht mehr wegzudiskutieren- der demografische Wandel unserer Gesellschaft hinterlässt seine Spuren. Die Menschen werden immer älter und wie kürzlich eine Studie belegte, werden unter anderem die Demenzerkrankungen bis zum Jahr 2050 auf rund 600.000 Fälle ansteigen. Hinzu kommt, dass Fälle von Herz- und Kreislauferkrankungen und Lungenentzündungen ebenfalls enorm ansteigen. Doch können Krankenkassen die Kosten, die mit einer medizinischen Behandlung verbunden sind, auch künftig noch stemmen?
Schließlich sind die genannten Krankheiten klassische Begleiterscheinungen, wenn man in die Jahre kommt.
Verbunden damit sind erhöhte Ausgaben für die Gesundheit und unser Gesundheitssystem wird künftig vor fast unlösbaren Aufgaben stehen. Personelle und finanzielle Schwierigkeiten bahnen sich jetzt schon an, denn auf einen Rentner kommen derzeit drei Erwerbstätige gegenüber einem Rentner. Dieser Altersquotient wird sich in den kommenden Jahrzehnten verändern, wenn sich die Bevölkerungsentwicklung weiter nach unten entwickelt. In Bundesländern, die von einer hohen Abwanderungszahl betroffen sind, werden sich ungünstige Entwicklungen für das Gesundheitssystem noch wesentlich früher einstellen.
Die steigenden Gesundheitskosten können nicht durch starke Erhöhungen der Beiträge für die Krankenkassen erzielt werden, denn vielmehr ist die Politik gefordert, entsprechende Aussagen über das Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherung zu machen. Doch steht auch die Befürchtung im Raum, dass eine Privatisierung des individuellen Krankheitsrisikos eine Vielzahl von Menschen in unserer Gesellschaft vor große finanzielle Probleme stellt.
Beitragserhöhungen und Zusatzbeiträge kursieren bereits in oft geführten Diskussionen und eine, wenn auch kleine Betriebskrankenkassen, musste aufgrund hoher Gesundheitskosten für zwei ihrer Mitglieder, bereits rückwirkend bis zum 1. Juli 2009, einen Zusatzbeitrag erheben. Folgen demnächst andere Krankenkassen, oder schafft die Politik entsprechende Rahmenbedingungen, die eine weitere finanzielle Belastung verhindert?
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