Mehrkosten belasten die Krankenkasse überproportional
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Zusatzbeiträge, Beitragserhöhungen, Kostenexplosionen, Schweinegrippe- Impfung & Co- diese Schlagworte beschäftigen derzeit nicht nur Politiker und die Spitzenverbände der Krankenkasse, sondern natürlich auch das Heer der Versicherungsnehmer, die höhere Ausgaben für den Krankenversicherungsschutz befürchten. Dabei ist dieses Szenario gar nicht mal weit hergeholt, denn die erste Kasse hat bereits auf steigende Kosten reagiert und verlangt rückwirkend bis zum 1. Juli von ihren Mitgliedern acht Euro mehr im Monat.
Sieht das Bundesgesundheitsministerium darin noch keinen Anlass zur Sorge, rechnen Experten schon recht bald mit einem Nachziehen der anderen Krankenkassen. Zwar handelt es sich bei der betroffenen Kasse um eine recht kleine, die durch hohe Gesundheitskosten in finanzielle Bedrängnis geraten war, doch befürchtet wird, dass auch andere gesetzliche Krankenkassen nachziehen müssen.
Fachleute sehen große Finanzierungslücken auf die Kassen zukommen und befürchten, dass die Hälfte der gesetzlichen Kassen Zusatzbeiträge auf kurz oder lang erheben wird. Nicht nur steigende Behandlungskosten und teure Medikamente sollen die Ursache für eine Nachforderung sein, sondern auch der demografische Wandet der Gesellschaft, in denen die Versicherten immer älter werden. Hinzu kommt, dass die Gesundheitskosten schneller als die Inflationsrate angestiegen sind, wobei parallel dazu die Gehälter und Löhne der Versicherten weniger stark zulegten.
Nicht ganz so pessimistisch sehen die Betriebskrankenkassen in die Zukunft, obwohl viele Betriebskrankenkassen zu den kleinen Kassen gehören. Man vertritt die Meinung, dass die Kassengröße allein nicht für eine finanzielle Instabilität stehe, wobei sich das Versichertenprofil der Mitglieder teilweise deutlich voneinander unterscheidet. Doch als nicht abwegig stellen sich Gesundheitsexperten auch vor, dass immer mehr kleine Krankenkassen vom Aussterben bedroht sind und sich die gesetzlich Versicherten an Fusionen gewöhnen müssen.
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