Erste Krankenkasse erhebt jetzt Zusatzbeiträge- folgen weitere?

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Was bisher noch auf dem Prüfstand war und zunächst zu den Akten gelegt wurde, scheint sich jetzt doch zu realisieren- der Zusatzbeitrag der Krankenkassen ist da. Bislang hat erst eine Krankenkasse diesen Schritt gewagt und die Frage bleibt im Raum, ob künftig weitere gesetzliche Krankenversicherungen folgen werden.

Die Mitglieder der Gemeinsamen Betriebskrankenkasse Köln, es sind rund 30.000, müssen einen Zusatzbeitrag von acht Euro monatlich berappen. Die Befürchtungen, dass die Mittel aus dem Gesundheitsfonds nicht ausreichen werden, haben sich hier bewahrheitet. Die hohen Kosten, die auf die Krankenkasse zugekommen sind, können nicht mehr wie bisher aus den Mitgliedsbeiträgen gedeckt werden. Bislang zeigt sich das Bundesgesundheitsministerium noch gelassen über die Einführung des Zusatzbeitrags. Die Kassenmitglieder der dieser Krankenversicherung müssen ihren Obolus rückwirkend bis zum 1. Juli 2009 entrichten. Ungewöhnlich hohe Behandlungskosten für Schwerstkranke sollen unter anderem dazu geführt haben, dass die Kasse zum Mittel des Zusatzbeitrags greifen muss. Der Landesverband der Betriebskrankenkassen stützt bereits die angeschlagene Kasse. Konkret sollen insbesondere durch zwei schwere Krankheitsfälle Kosten in Höhe von rund 14 Millionen Euro aufgelaufen sein, die zu einem finanziellen Engpass geführt haben.

Derzeit steht noch nicht fest, wie lange die Versicherten den Zusatzbeitrag leisten müssen. Dieser Beitrag unterliegt den gesetzlichen Bestimmungen und ist immer dann erlaubt, wenn eine Krankenkasse mit dem Geld aus dem am 1. Januar 2009 eingeführten Gesundheitsfonds nicht auskommt. Die Einkommensverhältnisse der Mitglieder müssen nicht eigens geprüft werden. Soll die Höhe dieses Betrags weiter angehoben werden, wird eine Überprüfung des monatlichen Einkommens notwendig. Dann kann die Kasse von jedem Versicherungsnehmer sogar ein Prozent vom Einkommen verlangen. Entspannt reagiert jedoch das Bundesgesundheitsministerium auf die Entscheidung dieser Kasse. Sie wertet es als Erfolg, dass noch vor wenigen Monaten die Rede von mehreren gesetzlichen Kassen war, die mit einem Zusatzbeitrag drohten. Hierin sieht man in der Bundeshauptstadt eher das Funktionieren des Gesundheitsfonds, wenn aktuell nur eine kleine Krankenkasse zum Mittel eines Zusatzbeitrags greift.

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