Streit um Kosten der Schweinegrippeimpfung sorgt auch für Unmut bei den Regierungsparteien- Krankenkassen geraten unter Druck
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Der Spitzenverband der GKV hat es klar formuliert: Sie wollen für die Impf- und Verwaltungskosten nur dann aufkommen, wenn die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung erhöht werden. Nicht nur die Kassenmitglieder reagieren mit Entsetzen auf dieses Vorhaben, sondern auch die große Koalition in der Bundeshauptstadt bezeichnet diese Reaktion als unverantwortlich und sogar unseriös.
Sie werfen den Kassen vor, Geld zu verlangen, obwohl jüngst noch Überschüsse erwirtschaftet wurden. Die von der Bundesregierung geplanten Massenimpfungen, die ab Herbst mit den ersten 25 Millionen Bürgern starten, sollen auf das Konto des Staates gehen. Aus dem Bundesgesundheitsministerium werden die Gegenstimmen immer schärfer und man bewertet die Forderungen der Kassen als völlig unangemessen. Politiker beider Regierungsparteien haben sich bislang zu den überzogenen Forderungen der gesetzlichen Krankenversicherung geäußert und lehnen schlichtweg ab.
Weiter wird den Kassen vorgeworfen, in der Bevölkerung für ein hohes Maß an Verunsicherung zu sorgen, weil aktuell schon mit Beitragserhöhungen ab Oktober gedroht wird. Erschwerend kommt innerhalb dieser scheinbar nicht enden wollenden Diskussion hinzu, dass nicht alle Fachleute gleichermaßen über das Vorhaben einer Massenimpfung erfreut sind. Schon ist bei Kritikern die Rede von einem so genannten Großversuch an den Deutschen und insbesondere das beschleunigte Zulassungsverfahren mit nur wenigen Tests erzeugt Unsicherheit. Wieder andere Fachleute sind davon überzeugt, dass der Pandemie- Impfstoff ausreichend bei anderen Grippewellen erprobt wurde und die Nebenwirkungen schnell wieder abklingen.
Wann mit der Massenimpfung begonnen wird, wer letztendlich dafür bezahlt und ob die Heerschar von gesetzlich Versicherten wieder zur Kasse gebeten wird, ist nach wie vor offen und man darf gespannt sein, wer die Zeche nun zahlen darf.
Aktuell können die Kassen noch keine klaren Aussagen darüber machen, wie es weiter gehen soll. Die allgemeine Verunsicherung wächst innerhalb der Bevölkerung, denn die Symptome einer Schweinegrippe- Infektion ähneln sehr stark denen einer herkömmlichen Grippe oder dem Beginn einer Erkältung. Heiserkeit, ein Temperaturanstieg, begleitet von Unwohlsein und Schwindel, sind schließlich nicht immer Zeichen für eine Infektion mit dem Schweinegrippe- Virus. Empfohlen wird in jedem Fall, den Arzt aufzusuchen und den Kontakt mit anderen Menschen so lange zu meiden, bis ein Untersuchungsergebnis vorliegt.
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