Gesetzliche Krankenversicherung fordert eine medizinisch notwendige und wirtschaftliche Versorgung mit Medikamenten
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Geht es hierzulande um die Versorgung der Patienten mit neuartigen Arzneien, spielt auch der Wohnort eine große Rolle. So gibt es Bundesländer, die im Schnitt weniger von innovativen Medikamenten abbekommen. Diese Zahlen gehen aus dem Arzneimittel- Atlas 2009 hervor.
Doch gibt es auch Stimmen von Experten, die davor warnen, dass Patienten erst verspätet in den Genuss neuer Medikamente gelangen. Im europaweiten Vergleich liegt die Bundesrepublik weitaus niedriger bei der prozentualen Verteilung. Lediglich sechs Prozent von allen hierzulande verschriebenen Arzneien sind in den vergangenen fünf Jahre auf den Markt gekommen. Erst wenn ein Patent abgelaufen ist, nimmt die Verordnung neuer Arzneien zu, womit eindeutig belegt ist, dass es Kostengründe gibt, die dazu zwingen, mit dem Einsatz neuer Arzneien erst noch zu warten.
Eher zurückhaltend reagiert die gesetzliche Krankenversicherung auf diese Zahlen und betont, dass über die Kassen alles finanziert wird, was notwendig wie auch wirtschaftlich ist. Gefordert hat der Verband der gesetzlichen Krankenversicherung auch, verschärfte Regeln bei der Kostenexplosion durch innovative Medikamente einzusetzen. Zudem befürchten viele Kassen auch eine Erhöhung der Ausgaben aufgrund der steigenden Zahl gentechnischer Innovationen auf dem Medikamentenmarkt.
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