Gesetzliche Krankenversicherung- drohen Mitgliedern nun doch kräftige Zusatzbeiträge?
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Die Aussagen in Richtung Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung variieren. Seit der Einführung des Gesundheitsfonds am 1. Januar 2009 scheinen die Kassen nicht mit den finanziellen Zuweisungen auszukommen. Mehrfach war bereits die Rede von der Erhebung von Zusatzbeiträgen, die bald drohen könnten. Jetzt sehen die Kassen Mehrbelastungen für ihre Mitglieder durch Zusatzbeiträge in greifbare Nähe gerückt.
Auch von Seiten des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung kommen Hinweise in diese Richtung. Bereits 2010 könnten dann viele Kassen Beiträge dieser Art bis zu einer maximalen Höhe von 36,75 Euro je Monat von ihren Mitgliedern verlangen, denn das Liquiditätsproblem wird aller Voraussicht nach im kommenden Jahr noch ansteigen.
Da die Kassen sich selber nicht die Schuld an den Beitragsausfällen geben, fordern sie verstärkt, dass die zurück zu zahlenden Steuerdarlehen vom laufenden Jahr in einen Zuschuss umgewandelt werden.
Deckt der Gesundheitsfonds die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung nur noch bis zu 95 Prozent ab, müsste der einheitliche Beitragssatz, der am 1. Juli auf 14,9 Prozent gesenkt wird, durch Zusatzbeiträge wieder aufgestockt werden. Bis zu einem Prozent vom Einkommen müssten die rund 51 Millionen Versicherten der Kassen dann aufbringen, wobei Arbeitgeber außen vor bleiben.
Einige Krankenkassen versuchen derzeit, durch Fusionen mit anderen Kooperationspartnern der desolaten finanziellen Situation entgegen zu wirken. In wieweit diese Maßnahmen greifen werden, bleibt abzuwarten.
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