Gesetzliche Krankenversicherung geht mit Rabattverträgen an den Markt
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Kassenpatienten haben sich in den vergangenen Monaten auf einige Neuerungen bei ihrer Krankenversicherung einstellen müssen. Waren es zu Beginn des Jahres 2009 die Einführung des Gesundheitsfonds und der einheitliche Kassenbeitrag, steht am 1. Juli wieder eine Beitragssenkung an. Doch eine große Kasse plant bereits am 1. Juni eine Innovation, auf die sich die Versicherten erst einstellen müssen: Arzneimittel- Rabattverträge gehen an den Start.
Wer Mitglied dieser Kasse ist und sein gewohntes Medikament in der Apotheke verlangt, muss mit einer neuen Verpackung eines anderen Arzneimittelherstellers rechnen.
Ab diesem Stichtag gelten Rabattverträge, die sich auf 63 Medikamente beziehen. Vorteile dieser Neuerung: Versicherte dieser gesetzlichen Krankenkasse müssen sich für die kommenden zwei Jahre nicht mehr umstellen, weil der Rabattvertrag über diesen Zeitraum festgeschrieben ist.
Bislang war es so, dass Apotheker vielfach innerhalb weniger Wochen ihren Kunden ein und denselben Wirkstoff von einem anderen Hersteller aushändigen mussten, weil der Grundsatz gilt, immer eines der drei günstigsten Produkte auszugeben und dies, obwohl sich die Herstellerpreise ständig verändern.
Seit einigen Jahren besteht nun die Möglichkeit für Krankenkassen, diese Arzneimittel- Rabattverträge mit Herstellern abzuschließen.
Dabei muss der Patient keine Qualitätseinbußen fürchten, denn die Präparate der kooperierenden Lieferanten stehen in nichts anderen Medikamenten nach. In der Regel handelt es sich entweder um Originalprodukte oder um Generika. Generika bedeutet im Grunde nichts anderes, als dass ein bewährtes Produkt nachgeahmt wird, dessen patentrechtlicher Schutz bereits abgelaufen ist. Lediglich im äußeren Erscheinungsbild liegen Unterschiede vor wie beispielsweise beim Namen oder der Verpackung.
Gespannt sein darf man künftig darauf, wie der Großteil der Versicherungsnehmer dieser gesetzlichen Krankenversicherung diese Regelung annehmen wird, die in keinem Falle mit Qualitätseinbußen verbunden ist.
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