Beitragserhöhung durch neues Tarifsystem in der gesetzlichen Krankenversicherung?
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Müssen sich Kassenmitglieder bereits im Sommer auf eine weitere Beitragserhöhung einstellen? Diese Ansicht vertritt zumindest die Kassenärztliche Bundesvereinigung und im Raum steht die Forderung nach einem innovativen Tarifsystem. Kritisiert wird derzeit, dass dem Leistungsversprechen der Krankenversicherungen eine immer schlechter werdende finanzielle Ausstattung gegenüber steht.
Diskutiert wird auch ein dreiteiliges Tarifsystem aus dem der gesetzlich Versicherte frei wählen soll. Tarif eins soll einer Regelversorgung entsprechen, wie sie bereits heute gilt und eine freie Arztwahl bieten. Tarif zwei soll damit verbunden sein, den Facharzt nur mit einer Überweisung vom Hausarzt aufsuchen zu dürfen und Tarif drei soll ein Abrechnungsverfahren zwischen dem Arzt und dem Patienten beinhalten, wie es dem Prinzip der privaten Krankenversicherung entspricht. Im Anschluss an eine Behandlung kann der Patient das Geld nach einem Kostenerstattungsprinzip von seiner gesetzlichen Krankenversicherung zurück fordern.
Vielfach sehen Experten heute schon eine flächendeckende Versorgung in der Bundesrepublik für gefährdet und denken bereits laut über eine höhere Praxisgebühr nach. Auch die Ärztegewerkschaft Marburger Bund sieht düstere Wolken am Himmel der Gesundheitskosten aufziehen und fordert unter anderem eine staatlich geförderte private Zusatzkrankenversicherung nach dem Vorbild der Riester-Rente.
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