Wirtschaftskrise wirkt sich negativ auf die Kassen aus
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Der Bürger wird zur Kasse gebeten und weitere Lasten werden in den kommenden Monaten auf den Steuerzahler zukommen. Gerettet werden sollen nicht nur Banken, sondern auch die gesetzlichen Krankenkassen rufen nach Hilfe.
Die weltweite Wirtschaftskrise trägt dazu bei, dass den Kassen Verluste in Milliardenhöhe ins Haus stehen. Wie aus dem Gesundheitsministerium zu hören ist, soll den gesetzlichen Krankenversicherungen mit steuerfinanzierten Darlehen aus dem Desaster geholfen werden.
Die Prognosen vom Vorjahr wiesen noch in Richtung Aufwärtsbewegung hin, doch hat sich aktuell die finanzielle Lage der Kassen weiter verschärft. Allein bei den Beiträgen für die gesetzlichen Krankenkassen erwarten Experten ein sattes Minus von rund drei Milliarden Euro. Der so genannte Schätzerkreis soll jetzt für Klarheit sorgen und exakte Zahlen auf den Tisch legen, damit die Konsequenzen erarbeitet werden können, die ein solches Loch hervorruft.
Sämtliche Beiträge aller Kassenmitglieder fließen in den Gesundheitsfonds, der seit Beginn des Jahres 2009 eingeführt ist und derzeit mit einem Gesamtbudget von etwa 167 Milliarden Euro ausgestattet ist. Zusätzlich plant die Bundesregierung, Beitragsausfälle über einen Kredit aus dem Haushalt aufzustocken.
Dieses Darlehen muss vom Gesundheitsfonds 2011 zurück gezahlt werden, womit auf der Hand liegt, dass zunächst einmal der Steuerzahler mit finanziellen Auswirkungen rechnen muss.
Bevor Zusatzbeiträge für Kassenmitglieder erhoben werden, sollen erst Vorhersagen bezüglich aller Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen für Kliniken, Ärzte und Medikamente gemacht werden. Da auch hier mit Steigerungen zu rechnen ist, könnten einzelne Krankenkassen beginnen, ihre Mitglieder zusätzlich zur Kasse zu bitten.
Expertenstimmen werden laut, die fordern, dass nicht nur die Ausgabenentwicklung beobachtet werden muss, sondern eine Umwandlung des Bundesdarlehens in einen Zuschuss erfolgen müssten. Andernfalls werden die gesetzlichen Krankenversicherungen nicht umhin kommen, künftig den einheitlichen Beitragssatz zu erhöhen, um die Finanzlücken zu stopfen.
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