Ach so?! Knochendichte-Messung (DXA) erst wenn es zu spät ist??
100% kostenlos
Für bestimmte Vorsorgemaßnahmen werden die Kosten nicht oder nur unter bestimmten Umständen von der Krankenkasse übernommen.
Autor: Karla
Datum: 11.02. 2010
Ich habe meine Knochendichte messen lassen, weil ich gehört habe, dass Osteoporose so ziemlich zu ner Volkskrankheit geworden ist und die Knochendichtemessung bei der Prävention hilft. Alles gut und schön. Aber die Untersuchung hat mich 40 Euro gekostet. Das kann man sich zwar leisten, aber aus den Latschen bin ich gekippt, als ich gehört hab, unter welchen Umständen die Kasse mir das erstattet hätte: erst wenn bereits ein Knochenbruch vorliegt!!! Das ist doch mal wieder typisch für unser Gesundheitssystem! Es muss immer erst was passiert sein, damit sich was tut! Dabei spart die Kasse sogar, wenn ich durch Früherkennung nicht zum Pflegefall werde. Und dabei heißt es immer, dass Vorsorge gefördert wird...
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Anmerkung der Redaktion:
Jede vierte Frau erkrankt heutzutage an Osteoporose. Aus den Hauptkomplikationen Wirbel- oder Schenkelhalsbruch resultiert nicht selten die Pflegebedürftigkeit. Doch so weit muss es nicht kommen. Die Früherkennung und Prävention der Osteoporose ist absolut wichtig! Denn glücklicherweise ist Osteoporose sehr früh schon diagnostizierbar und auch gut mit Medikamenten behandelbar. Die einzige Möglichkeit zur Früherkennung stellt die Messung der Knochendichte dar. Die DXA-Knochendichtemessung - die ohne bereits vorliegende Fraktur 40 Euro kostet, wie Sie beschrieben haben - wird standardmäßig verwandt und als die ausgereifteste Methode bezeichnet, die jedoch auch nicht unfehlbar sei.
DXA (auch Osteo-Densitometrie genannt) steht für Dual-Energy-X-Ray-Absorptiometrie und ist eine Methode der Röntgendiagnostik. Hiermit wird der Mineralgehalt des Knochens gemessen, wobei das Kalzium in den Knochen die Strahlung abfängt bzw. durchlässt. Je mehr Strahlung durchgelassen wird, desto weniger Kalzium ist noch vorhanden, was bedeutet, dass die Knochen weniger dicht sind.
Die DXA Knochendichtemessung wird von der privaten Krankenversicherung und je nach Tarif auch von der Krankenzusatzversicherung übernommen. Für gesetzlich Krankenversicherte gehört sie zu den IgeL-Maßnahmen, sofern nicht bereits ein Knochenbruch vorliegt. Es handelt sich also um individuelle Gesundheitsleistungen, die selbst finanziert werden müssen.
Laut der „National Osteoporosis Foundation“ sollten alle Frauen über 65 Jahren, jene Frauen unter 65 Jahren mit mindestens einem Risikofaktor und menopausale Frauen mit Fraktur eine Knochendichtemessung vornehmen lassen. Risikofaktoren wären demnach familiäre Disposition, Abnahme der Körpergröße über 4 cm, Rauchen, Marcumar und Cortisontherapie, Milchunverträglichkeit sowie eine Überfunktion der Schilddrüse.
Bitte lassen Sie sich von Ihrem Arzt hierzu beraten.
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