Ach so?! Kein Arzttermin in den nächsten fünf Monaten!
Die Regeln der Sprechstunde sind unergründlich - und nicht selten sorgen diese für reichlich Unmut bei den Patienten.
Autor: deedee
Datum: 09.12. 2009
es ist wirklich zum verrückt werden. da kriegt man nun schon kaum noch luft, röchelt mit letzter kraft ins telefon und erklärt der sprechstundenhilfe beim lungenarzt, dass man ganz dringend den arzt sehen muss, wann man vorbei kommen könne und dass man auch bereit ist, viel zeit mitzubringen.
alles was man daraufhin hört ist: „haben sie eine überweisung? ja? na dann könnte ich sie im februar dazwischenquetschen…“
das kann doch nicht euer ernst sein?? hätte ich sagen sollen: „nein, bin privatpatient“ und nachher in der praxis: „april, april“?? dann hätte ich wahrscheinlich noch massig termin-auswahl vor weihnachten…. na gute nacht, marie! ich kipp ihr fast vom stuhl und sie sagt mir, mit ins wartezimmer setzen und zeit mitbringen liefe nicht. das höchste der gefühle wäre februar, denn ansonsten gäbe es erst wieder im april reguläre termine.
der witz des jahrhunderts ist, meine ärztin hat mir diese praxis empfohlen, weil es dort wesentlich schneller mit der terminvergabe ginge, als bei den umliegenden lungenärzten!!! aber ich gebe nicht auf, irgendwo in berlin und umgebung wird sich noch ein lungenarzt finden, der mich will. und wenn nicht, gibt es ja immer noch die gute alte notaufnahme…
na dann frohe weihnachten!!
______________________
Anmerkung der Redaktion:
Privatpatienten werden leider tatsächlich bei der Vergabe von Arztterminen bevorzugt. Das hat eine Studie des BKK Bundesverbandes herausgefunden.
Wenn Sie merken, dass Ihre Beschwerden schlimmer werden und Sie dennoch nirgends aufgenommen werden, kontaktieren Sie nochmals Ihren Hausarzt, fahren Sie zur Notaufnahme bzw. lassen sich dorthin fahren oder aber, wenn Ihnen das nicht mehr möglich ist, rufen Sie den Rettungsdienst unter der 112.
→ Sie hatten auch schon mal ein Ach so?!-Erlebnis und möchten es mit anderen teilen? Dann lassen Sie es uns wissen!
Zum Einsenden Ihres persönlichen Aha-Effekts klicken Sie hier.
Kommentare zu diesem Beitrag lesen und schreiben 
Beiträge aus der Kategorie Gesetzliche Krankenversicherung > Ach so?! > per E-Mail abonnieren:
Gesetzliche Krankenversicherung
Stimmt es, dass die Kasse Brillengestelle bezahlt?
Wer ist pflichtversichert?
Was ist der Unterschied zwischen Jahresarbeitsentgelt-, Versicherungspflichtgrenze und Beitragsbemessungsgrenze?
