Ach so?! „Privat oder Kasse“ - ist das hier die Frage?
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Manch ein gesetzlich Krankenversicherter fühlt sich bereits beim Empfang oder im Wartezimmer einer Praxis weniger gut behandelt.
Autor: dasydee
Datum 24.06. 2009
Also mich regt dieser Werbespot dieses einen Versicherungshauses so dermaßen auf! Zwei Typen lümmeln vor einer Currywurst-Bude rum und philosophieren über das deutsche Gesundheitssystem. Und das ist noch der realistische Teil! Beim Thema Zahnarzt sagt dann der eine: „Privat oder Kasse – das ist doch oft die erste Frage!“ Bitte was?
Ich wurde das noch nie gefragt und ich kenne auch niemanden, der die Frage schon einmal gehört hat – weder beim Zahnarzt, noch sonstwo! Natürlich hat sicher jeder schon einmal feststellen müssen, dass man als Kassenpatient gegenüber den Privaten benachteiligt ist. Aber sowas ist zumindest in unserer Gegend überhaupt nicht Usus. Das wäre ja auch noch schöner!
Es liegt doch immer an der Praxis selbst, wie sie mit ihren Patienten umgeht! Bei meinem jetzigen Zahnarzt muss ich sagen, bin ich top zufrieden. Ich warte maximal ne Viertelstunde, habe ein Wasser, das ich mir im Wartezimmer nehmen kann und auch sonst werde ich dort wesentlich herzlicher empfangen, als es bei meinem letzten Zahnarzt der Fall war. So ist es eben – bei dem einen spürt man die Unterschiede, die zwischen privat und Kasse gemacht werden schon im Umgang mit den Menschen, während es bei dem anderen zur Philosophie gehört, den Patienten die 2 Klassen eben nicht spüren zu lassen. Aber auch in meiner Ex-Zahnarztpraxis habe ich nie die Frage nach PKV oder GKV gehört. Das wäre selbst denen nicht eingefallen!
Aber – und das muss ich ganz klar sagen – die Unterschiede in der Behandlung und Kostenerstattung bleiben natürlich bestehen. Man muss eben bspw. bei Kunststofffüllungen draufzahlen, wenn man in der Gesetzlichen ist. Das ist völlig klar. Aber zumindest kann man zu allen Menschen gleich freundlich und zuvorkommend sein. Die Frage nach privat oder Kasse, wenn sie denn wirklich gestellt wird, zeigt letztlich, dass das noch nicht bei jedem angekommen ist.
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Anmerkung der Redaktion:
Wie in einem Unternehmen die Unternehmenskultur durch die Geschäftsführung festgelegt wird, so ist es auch in einer Arztpraxis. Der Umgang mit Patienten hängt natürlich von der Philosophie ab, aber letztlich auch von individuellen Aspekten, wie Charakter und Befinden. Dennoch sollte, da haben Sie völlig Recht, in puncto Freundlichkeit kein Unterschied zwischen Privat- und Kassenpatienten gemacht werden.
Abgesehen vom Umgang mit dem Patienten, erhalten beide Gruppen Versicherter, wie Sie es angesprochen haben, auch verschiedene Leistungen, bspw. die zur Behandlung zur Verfügung stehenden Mittel, die verschriebenen Medikamente oder die Zuzahlungen betreffend. Unter Wichtiges bei der Krankenzusatzversicherung sehen Sie die Leistungen der GKV im Vergleich zur PKV und können für jedes Beispiel prüfen, in wie fern Sie Abweichungen mit einer Zusatzversicherung ausgleichen können.
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