Kundenvertrauen in Fondsgebundene Versicherung-Produkte gesunken
Seit der Finanzmarktkrise ist das Vertrauen der Kunden in Fonds eindeutig geschrumpft. So hat das Neugeschäft von fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen um über 30 Prozent abgenommen.
Die Finanzkrise ging auch an Versicherer nicht spurlos vorbei. Besonders das Neugeschäft mit fondsgebundenen Lebensversicherungen hat rapide, genau genommen um 33,2 Prozent, abgenommen. Damit entwickelt sich gerade dieses Produkt extrem gegenläufig zum gesamten Neugeschäft, den dieses stieg 2009 um 5,9 Prozent an. Ohne die Schrumpfung der fondsgebundenen Lebensversicherungen wären es sogar 24,1 Prozent gewesen.
Eine fondsgebundene Lebensversicherung ist praktisch eine Kombination aus Risikolebensversicherung und einer Geldanlage. Das bedeutet, dass ein Großteil der eingezahlten Beiträge in Fonds angelegt werden. Trotz dessen, dass sie eine Todesfallabsicherung ist, wird sie gern als steuerlich begünstigte Kapitalanlage genutzt. So erhalten im Todesfall die Hinterbliebenen die vereinbarte Versicherungssumme. Ist das Guthaben im Fonds allerdings größer als die vereinbarte Summe, dann bekommen sie dieses ausgezahlt.
Nicht nur die fondsgebundene Lebensversicherung hat nachgelassen, auch das Geschäft mit der fondsgebundenen Rentenversicherung hat mit 34 Prozent stark nachgelassen. Die Tendenz der fondsgebundenen Produkte ist schon seit Mitte 2008 sichtbar und ist eindeutig als Reaktion der Kunden auf die Finanzkrise zu werten. So setzen Versicherer jetzt vermehrt auf Garantiekonzepte, um das Geschäft wieder anzukurbeln.
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