Naturkatastrophen häufen sich: Versicherer in Bedrängnis
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Die schweren Schicksalsschläge in Japan haben es gezeigt, die Natur ist unberechenbar. Davon ist auch die Wirtschaft betroffen.
Eine Betriebsunterbrechungs-Versicherung sichert diese zwar ab, belastet aber zunehmend die Versicherer.
Das Erdbeben in Japan ist nunmehr gute zwei Woche her und noch immer ist die Lage dort katastrophal. Viele Menschen sind obdachlos geworden und sind nun den schweren Schneeschauern ausgesetzt, die auch den Rettungskräften die Arbeit erschweren. Die Zahl der Todesopfer nach Erdbeben und Tsunami ist so weiter auf über 10.000 Menschen angestiegen.
Nun zeigt die Katastrophe auch bei uns langsam ihre Auswirkungen. Befürchtungen, dass es zu einer Beeinträchtigung der Konjunktur kommen kann, scheinen sich zu bewahrheiten. Deutsche Firmen haben bereits mit ersten Zuliefererschwierigkeiten zu kämpfen und können nicht wie gewohnt ihre Produktion fahren. Besonders die Auto- und Elektronikbranche wird es mit massiven Produktionsausfällen zu tun bekommen, da diese ihre Bauteile von japanischen Zulieferern beziehen.
Das zieht eine enorme Belastung für die Versicherungsbranche nach sich. Risikoexperten prognostizieren bisher eine Versicherungssumme von rund 35 Millionen Dollar, umgerechnet also ca. 24,6 Millionen Euro. Diesen Betrag können nur noch die Schäden von Hurrikane „Katrina“ von vor 6 Jahren in den USA toppen.
Die Belastungen der Betriebsunterbrechung, die durch Naturkatastrophen ausgelöst werden, sind meist bedeutend höher als die durch Anlage- oder Gebäudeschäden.
Die Betriebsunterbrechungsversicherung ersetzt in diesen Fällen die fortlaufenden Kosten und den entgangenen Gewinn. Wie hoch die genauen Schadenszahlungen durch die Katastrophe in Japan aber ausfallen werden, kann zu diesem Zeitpunkt kaum zuverlässig beziffert werden.
Für Versicherer sind dies schwere Zeiten. Zwar haben sie Naturkatastrophen einkalkuliert, jedoch häufen diese sich in jüngster Zeit immer mehr:
Naturkatastrophen weltweit in der jüngsten Vergangenheit:
Februar 2009:
• Hitzewelle mit darauffolgenden Waldbränden in Australien fordern über 180 Tote
Januar 2010:
• Zyklon hält Australien in Schach
• Notstand in Kalifornien durch Sturm und Regen
• Erdbeben in Haiti fordert nach Schätzungen zwischen 220.000 und 500.000 Menschenopfer
Februar 2010:
• Blizzard an der Ostküste der USA bringt radikale Schneefälle mit sich
• Erbeben mit anschließendem Tsunami in Chile kostet 700 Menschen das Leben
März 2010:
• Zyklon in Queensland verursacht bei Tausenden Stromausfall
April 2010:
• Erdrutsch in Norditalien lässt Zug verunglücken
Mai 2010:
• Vulkanaschewolke beeinträchtigt den Flugverkehr in Europa maßgeblich
• Sturm „Agatha“ fordert in Guatemala und El Salvador Menschenleben
• Schwere Unwetter in Europa fordern Menschenleben
Juli 2010:
• Waldbrände sorgen in Deutschland für gesperrte Autobahnen
August 2010:
• Waldbrand-Smog in Moskau verschärft sich
• Tornado in Hessen hat Schäden in Millionenhöhe zur Folge
• A7 - ein Erdrutsch führt zu einem Verkehrschaos im Raum Göttingen
September 2010:
• Tornado versetzt New Yorker in Angst
Oktober 2010:
• Vulkanausbruch auf Java fordert 28 Menschenleben
• Taifun „Megi“ trifft die Philippinen und bedroht Südchina
• Überschwemmungen in Vietnam fordern über 30 Menschenleben
November 2010:
• Starkregen sorgt in Nordrhein Westfalen für Chaos
• Hochwasser in Afrika fordert Tote
Dezember 2010:
• große Teile in New South Wales in Australien sind überflutet
Januar 2011:
• Überschwemmungen und Erdrutsche in Brasilien fordern über 360 Menschenleben
• Hochwasser entlang der Elbe
März 2011:
• Erbeben vor Japan löst verheerenden Tsunami aus. Den Naturkatastrophen folgt ein Atomarer GAU.
Auch Deutschland ist mehr und mehr betroffen. Schon lange beruhen die Naturgewalten in unserem Land nicht nur auf Überschwemmungen, so werden hier ebenso Tornados und Erdbeben gemessen. Allein im letzten Jahr kam es im März, Juni und Oktober zu Erderschütterungen in Deutschland.
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