Berufsunfähigkeitsversicherung: Gesundheitsfragen unumgänglich?
Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet den einzig ausreichenden Versicherungsschutz für den Fall, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung verhindert, dass der Beruf weiterhin ausgeübt werden kann.
Bevor die Versicherung einen Antrag annimmt, müssen Fragen zum Gesundheitszustand beantwortet werden. Diese nennt man Gesundheitsfragen oder auch Gesundheitsprüfung. Sie helfen der Versicherung, ihr Risiko einzustufen. Je nach dem ob so genannte Vorerkrankungen bestehen, wird die Versicherung einen Antragsteller annehmen, ablehnen, Schutz bei bestimmten Krankheiten ausschließen oder aber einen Risikozuschlag erheben.
Wer bereits gravierende Vorerkrankungen hat, der kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen wählen. Hier gehen die Versicherer also Verträge ein, ohne genau zu wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie in Leistung gehen müssen. Da dieses verlockende Angebot verständlicherweise Menschen mit weniger guter Gesundheit anzieht, müssen diese Versicherer konsequenterweise häufiger eine Berufsunfähigkeitsrente zahlen, als es bei denen mit Gesundheitsprüfung der Fall ist. Wer mehr ausgibt, muss an anderer Stelle sparen oder mehr einnehmen. So verlangen Versicherer ohne Gesundheitsfragen in der Regel entweder höhere Beiträge oder sie gestalten die Leistungsbedingungen entsprechend unvorteilhaft.
Die meisten Versicherer wollen jedoch die Fragen zum Gesundheitszustand beantwortet wissen. Diese Fragen stellt der Versicherungsvertreter oder man beantwortet den Fragebogen der Versicherung gemeinsam mit seinem Makler oder Berater. In der Praxis werden diese Fragen also in der Regel über den Schreibtisch hinweg gestellt. Darauf sollte man sich nicht einlassen, wenn man sich bei der Beantwortung der Fragen unsicher ist. Der Zeitraum, auf den sich die Fragen beziehen, beträgt schließlich nicht selten 10 Jahre. Wenn man befürchtet, man könne etwas vergessen, so sollte man den Bogen in Ruhe selbst durchgehen und bei Unsicherheiten seinen Arzt befragen. Sollte die Versicherung weitere Fragen zu bestimmten Punkten haben, so kann es sein, dass man gebeten wird, einen weiteren Fragebogen auszufüllen.
Man muss sich bei der Beantwortung der Fragen wirklich 100prozentig sicher sein. Schnell kann dem Versicherten im Leistungsfalle unterstellt werden, er habe der Versicherungsgesellschaft Vorerkrankungen verschwiegen. Sollte die Versicherung misstrauisch werden, wird sie bei den behandelnden Ärzten nachfragen. Sollte sich ihr Verdacht bestätigen, so wird die Versicherung nicht zahlen.
Zur Orientierung und besseren Vorbereitung auf eine Gesundheitsprüfung haben wir eine Liste der gängigen Gesundheitsfragen für Sie zusammengestellt.
Um für sich die besten Konditionen ermitteln zu können, sollte man die Möglichkeit eines Versicherungsvergleiches in Anspruch nehmen. Auf dieser Seite kann ein solcher Vergleich kostenlos und unverbindlich angefordert werden.
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Berufsunfähigkeitsversicherung
Gibt es auch staatliche Unterstützung im Falle der Berufsunfähigkeit?
Wenn ich vor 1961 geboren bin, was zahlt mir der Staat?
Leistet die private Berufsunfähigkeitsversicherung auch erst, wenn man weniger als 6 Stunden arbeiten kann?
