Massive Fehleinschätzungen: Berufsunfähigkeit enorm unterschätzt

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Es kursieren noch immer massive Fehleinschätzungen bezüglich einer möglichen Berufsunfähigkeit. Diese sensible Problematik birgt ein enormes Existenzrisiko und muss deshalb noch weitaus stärker innerhalb der Bevölkerung thematisiert werden.

Massive Fehlinformationen betreffend der Berufsunfähigkeitsversicherung sorgen dafür, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung meint, dass dieses Risiko sie nicht betrifft. Natürlich hofft jeder, dass er nicht in diese Lage kommt, die Realität jedoch sieht anders aus. Mittlerweile ist fast jeder zweite Deutsche noch vor dem Erreichen seines Rentenalters von Berufsunfähigkeit betroffen. Dennoch sind sich nur 13 Prozent der Bevölkerung dieses Risikos bewusst. Die Weigerung der Realität ins Auge zu sehen, kann die Existenz bedrohen. Dennoch haben bisher nur ein Viertel der Deutschen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Die Gründe für eine fehlende Police sind unterschiedlich. Den meisten ist sie einfach zu teuer und sie sichern sich deshalb lieber über andere Maßnahmen ab. Dazu zählen meist Kapitalanlagen wie eine Lebensversicherung, das Einzahlen in eine Sparanlage oder die Investition in Immobilien. Viele denken außerdem, dass sie über ihre Familie oder den Partner abgesichert seien. Dies beruht auf klaren Fehlinformationen. Eine Sparanlage kann meist bei Weitem nicht die Kosten aus einer Berufsunfähigkeit decken. Dazu zählen neben dem Verdienstausfall, die Lebensunterhaltungskosten und mit der Berufsunfähigkeit einhergehende Arztkosten. Zudem können eventuell laufende Kredite nicht mehr gedeckt werden sowie auch die Einzahlung in die private Altersvorsorge ruhen muss. Aber auch eine vermeintliche Alternative – die Unfallversicherung, greift nur in Fällen ein, in der die Berufsunfähigkeit auch durch einen Unfall verursacht wurde.
Weitere Fehlinformationen, die noch immer über Mundpropaganda kursieren, beinhalten, dass die Leistungen einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung mit den Leistungen der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente verrechnet werden oder aber bei selbst verschuldeten Unfällen die Police erst gar nicht greift. Dies stimmt nicht.
Die hohe Anzahl von Fehleinschätzungen ist alarmierend. Die Bevölkerung muss noch bedeutend besser über die Risiken und Ursachen von Berufsunfähigkeit aufgeklärt und die Problematik intensiver thematisiert werden.

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