Schutz durch die Berufsunfähigkeitsversicherung- Vorerkrankungen haben Auswirkungen
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Wer seine Risiken auch im Hinblick auf Familienangehörige absichern will, kommt um eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht herum. Dazu gehört ein Vergleich der Konditionen unterschiedlicher Anbieter. Doch wer eine günstige Berufsunfähigkeitsversicherung sucht, muss auch die Vertragsbedingungen kennen, die immer Einfluss auf den Versicherungsanspruch nehmen.
Die Risiken des Antragsstellers müssen beim Vertragsabschluss auf den Tisch und oft gehen Antragsteller sorglos mit der Angabe von Vorerkrankungen und medizinischen Maßnahmen aus der Vergangenheit um. Doch wer gesundheitsrelevante Fragen nicht wahrheitsgemäß beantwortet wird sich wundern, wie Berufsunfähigkeitsversicherungen im Schadensfall darauf reagieren.
Vielfach gehören besondere Klauseln zu den Vertragsbedingungen, die unter anderem Pflegeeinrichtungen, Kliniken und Ärzte von ihrer Schweigepflicht entbinden. Die Versicherungsunternehmen dürfen jedoch gemäß des neuen Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) lediglich Informationen abfragen, die zur individuellen Beurteilung des Risikos eines Antragstellers benötigt werden.
Musste beispielsweise ein Versicherungsnehmer vor vielen Jahren „harmlose“ Kurbäder in Anspruch nehmen, geht dieser wohl nicht davon aus, dass diese Anwendungen in irgendeinem Bezug zu einer späteren Erkrankung stehen könnten. Doch eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt im Zeitalter der elektronischen Datenflut nicht selten Einsicht in komplette Patientenakten.
Werden beim Vertragsabschluss Verordnungen und Rezepte selbst über Kuranwendungen und Massagen nicht angegeben, versuchen Berufsunfähigkeitsversicherungen nicht selten, einen Vertrag wegen arglistiger Täuschung nicht anzuerkennen und verweigern die Rentenzahlung.
So beschäftigt sich bereits das Bundesverfassungsgericht mit dem ungehinderten Datentransfer und ist der Auffassung, dass derjenige, der überhaupt einen Vertrag für eine Berufsunfähigkeit bekommen möchte, eine umfassende Schweigepflichtentbindung unterschreiben muss, im Grundsatz in seinem Persönlichkeitsgrundrecht eingeschränkt wird.
Gefordert wurden Alternativen und viele Versicherungsgesellschaften und bieten bereits zwei Möglichkeiten hinsichtlich der Schweigepflichtentbindung an. Einerseits kann der Antragsteller den Passus unterschreiben, umfassend einer Schweigepflichtentbindung einzuwilligen, oder besteht auf die Möglichkeit, jeweils eine Einzelermächtigung zu erteilen. Werden die beiden Alternativen nicht angeboten, darf der Versicherer von sich aus nicht von der umfassenden Entbindung von der Schweigepflicht Gebrauch machen.
Doch so vorteilhaft diese Möglichkeit auch klingen mag- tritt der Schadensfall ein und liegen der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht alle Einzelermächtigungen vor, kann eine Leistung zunächst abgelehnt werden.
Der Versicherte sollte all seine Rechte in die Waagschale werfen und auch seine Ärzte darauf hinweisen, lediglich Informationen an die Versicherung weiter zu geben, die im direkten Zusammenhang mit dem aktuellen Krankheitsfall stehen. Aus diesem Grunde ist es von besonderer Bedeutung, als Versicherter auch die Kommunikation zwischen der Versicherung und den Medizinern zu kontrollieren.
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Berufsunfähigkeitsversicherung
Gibt es auch staatliche Unterstützung im Falle der Berufsunfähigkeit?
Wenn ich vor 1961 geboren bin, was zahlt mir der Staat?
Leistet die private Berufsunfähigkeitsversicherung auch erst, wenn man weniger als 6 Stunden arbeiten kann?
