Versicherungsmanagement: Betrieb muss Gewerbe-Versicherung prüfen
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Laut einer 2010 durchgeführten Studie kennen sich kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) kaum mit ihren Gewerbe-Versicherungen aus. Jetzt ist es Zeit, im Policen-Schrank etwas aufzuräumen. Wir zeigen wie.
1. Die Situation
2. Die Lösung
3. Das Risikomanagement
4. Das Versicherungsmanagement
5. Der Makler
6. Versicherungsvergleich
Den Ratgeber können Sie hier herunterladen:
Versicherungsmanagement für Gewerbe.pdf
Im April 2010 hat die Gothaer Versicherungen über 1000 kleine und mittelständische Unternehmen zu ihrem Versicherungsschutz befragen lassen und die Ergebnisse in einer Studie veröffentlicht. Das Resultat: Ein Fünftel der Betriebe kennt die monatlichen Versicherungsausgaben nicht und ein Drittel weiß nicht, wie viele Policen abgeschlossen wurden. Deutsche KMU vernachlässigen ihren Versicherungsschutz und sind nicht bedarfsgerecht versichert. Das ist eine alarmierende Situation, die verantwortungsbewusste Unternehmer dringend zur Kontrolle der ausreichenden Absicherung ihrer Firma auffordern sollte. Also: Policen-Schrank bitte einmal ausmisten!
2. Die Lösung
Den richtigen Versicherungsschutz zu finden, ist dabei gar nicht so schwierig. Optimal versichert ist, wer Risikomanagement und Versicherungsmanagement betreibt. Wer jetzt einmal für Ordnung sorgt, wird es auch nicht schwer haben, diese beizubehalten. Und so geht’s:
Risikomanagement legt den Grundstein für eine richtige Absicherung der Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Das gilt letztlich nicht nur für die versicherungstechnischen Risiken, sondern auch für Finanzlage-, Umwelt- und technische Risiken sowie natürlich unternehmensbezogene Risiken (z.B. Ertragsrisiko). Dieser Prozess kann etwas Zeit erfordern und verlangt die Distanz zum operativen Geschäft. Hierbei sollte man sich von externen Experten helfen lassen. Das hat nicht nur den Vorteil der zügigen und unproblematischen Abwicklung dank seiner Routine, sondern auch den der Unternehmensferne und der damit verbundenen Neutralität und Objektivität. Wer Geld sparen muss, beliest sich und führt den Prozess mit den später für die Weiterführung zuständigen Mitarbeitern durch.
Das Risikomanagement besteht aus der Identifikation der Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist sowie deren Analyse und Bewertung. Die Risiken müssen dann gesteuert werden. So werden sie unterteilt in jene, die sich vermeiden, vermindern, begrenzen, überwälzen und akzeptieren lassen. Die Versicherungen sind dafür da, Risiken aus dem Unternehmen auszulagern und greifen also überall dort an, wo diese sich abwälzen lassen. Ein Kontrollmechanismus sichert ab, dass das Risikomanagement parallel zum operativen Geschäft weiterläuft, sodass wegfallende und neu entstehende Risiken wahrgenommen werden.
Da nun klar ist, welche Risiken auf das Unternehmen wirken und welche seine Existenz bedrohen können, gilt es, die passenden Versicherungsprodukte hierfür zu finden. Das geschieht mithilfe des Versicherungsmanagements.
4. Das Versicherungsmanagement
Während man mit dem Risikomanagement sichergeht, kein relevantes Risiko außer Acht zu lassen, gewährt das Versicherungsmanagement, dass auch nur für jene Risiken Versicherungen abgeschlossen werden.
Die erste Aufgabe des Versicherungsmanagements ist die Sichtung bestehender Policen. Was die im Risikomanagement identifizierten Risiken nicht absichert, das ist überflüssig und kann gekündigt werden. Policen, welche die jene Risiken abdecken, kommen auf den Prüfstand. Hier wird geschaut, ob Leistung, Versicherungssumme und Beitrag optimal sind. Wenn nicht, so werden, falls möglich, Änderungen vorgenommen. Wo dies nicht möglich ist, werden die bestehenden Policen gegen andere ausgetauscht. Das ist beispielsweise der Fall, wenn zwischenzeitlich ein günstigeres Angebot auf dem Markt erhältlich ist. Für Risiken, die bislang noch nicht versichert sind, müssen entsprechende Produkte gefunden werden.
Hat das Versicherungsmanagement gegriffen, gibt es von nun an nur noch bedarfsgerechte Policen. Leistungsumfang, Versicherungssumme und Beitrag sind optimal. Weil das auch so bleiben soll, wird Versicherungsmanagement regelmäßig durchgeführt.
Wie beim Risikomanagement, so gibt es auch hier jemanden, der bei dieser Aufgabe behilflich sein kann. Das ist ein guter Versicherungsmakler.
5. Der Makler
Viele Unternehmen haben noch immer alle Konten und Kredite bei einer Bank und alle Versicherungen bei einer Gesellschaft. Die Grundidee an dieser Vorgehensweise ist eine gewollte Abhängigkeit, um bessere Konditionen aushandeln und in Notsituationen Druck machen zu können. Wenn man Großkunde bei einem Versicherer ist, so macht es natürlich Eindruck, wenn man bei einer Preiserhöhung und mangelndem Entgegenkommen droht, mit allen Policen zur Konkurrenz zu gehen. Doch manchmal gibt es schlichtweg keinen Ermessensspielraum. Und oft ist die Ersparnis über den gewährten „Mengenrabatt“ im Vergleich zur jeweils günstigsten Absicherung bei verschiedenen Anbietern auch nicht höher. Das entscheidende Argument vieler Unternehmer für den „Hausversicherer“ ist jedoch, nur einen Ansprechpartner zu haben – und nicht Dutzende.
Ein Versicherungsmakler kann diese Funktion ersetzen. Er versteht sich als Dienstleister für den Versicherungsnehmer und sucht nach den Anbietern mit dem passenden Produkt. Er ist dabei an keine Versicherung gebunden, erhält aber zur Vergütung eine Provision bei Vermittlung eines Produktes. Versicherungsmakler können einem Unternehmen letztlich ein wertvollerer Partner sein, als der Vertreter des Hausversicherers, der darauf bedacht ist, möglichst viele Produkte der eigenen Gesellschaft an den Mann zu bringen. Der Versicherungsmakler hingegen kennt den Markt genau, berät objektiv und steht dem privaten, wie auch dem Geschäfts-Kunden auch noch nach der Vermittlung eines Produktes in dieser Sache zur Seite.
Ein Versicherungsberater, der nicht zu den Versicherungsvermittlern zählt, ist noch näher am Kunden, weil es ihm gesetzlich verboten ist, Versicherungen zu vermitteln. Er wird ausschließlich von seinem Kunden bezahlt, und zwar dafür, dessen Versicherungsportfolio zu optimieren. Leider gibt es aktuell nur sehr wenige Versicherungsberater in Deutschland.
Der einfachste Weg zum Versicherungsmanagement führt über einen Versicherungsvergleich. Hiermit kann man eine bestimmte Gewerbesachversicherung, wie etwa eine gewerbliche Gebäudeversicherung, vergleichen – sei es, um diese Versicherung neu abzuschließen oder zu prüfen, ob es zwischenzeitlich bessere Angebote gibt.
Ein solcher Online-Vergleich ist kostenlos und verpflichtet nicht zu einem Abschluss einer Versicherung. Hierzu füllt man ein kurzes Kontaktformular aus und erhält vom nächstgelegenen Versicherungsexperten (i.d.R. ein Versicherungsmakler) innerhalb weniger Tage Nachricht. Er führt dann entlang den speziellen Bedürfnissen des Unternehmens den Versicherungsvergleich durch.
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