Ratgeber Gewerbeversicherungen
100% kostenlos
Wie Sie Ihr Unternehmen richtig schützen, erfahren Sie hier:
- Versicherungsbedarf
- Risk-Management
- Versicherungsmanagement
- Welchen Schutz braucht mein Unternehmen?
Der Versicherungsbedarf eines Unternehmens kann nicht pauschal bestimmt werden. So individuell, wie Ihr Unternehmen, sollte auch Ihr Versicherungsportfolio sein. Dazu sollten Sie sich einen unabhängigen Experten holen. Grundsätzlich sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
Sind Sie Freiberufler oder Selbstständig, haben Sie ein kleines oder mittleres Unternehmen oder soll ein Großunternehmen abgesichert werden? Dementsprechend gibt es einige Produkte, welche Sie benötigen, welche Ihnen zu empfehlen sind bzw. welche von Ihrem eigenen Ermessen abhängen.
Außerdem spielt eine Rolle, ob bzw. wie viele Angestellte Sie haben, ob Sie einen Fuhrpark unterhalten, ob Ihre Produkte transportiert werden müssen, welche Risiken auf Ihr Unternehmen wirken bzw. welche Risiken sich aus Ihrer unternehmerischen Tätigkeit ergeben. Ist Ihr Unternehmen bereits versichert? Dann muss der Versicherungsschutz regelmäßig auf Aktualität überprüft werden. Eventuell bestehen Lücken im Versicherungsschutz.
Um Ihnen den unterschiedlichen Versicherungsbedarf aufzuzeigen, haben wir für Sie unter „Welchen Schutz braucht mein Unternehmen?“ den Bedarf von Selbstständigen, kleinen und mittelständischen Unternehmern sowie Großunternehmen und der Industrie beleuchtet. Achtung! Diese folgende Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Jedes Unternehmen sollte ein Risikomanagement betreiben. Hierbei handelt es sich um das Erkennen, Analysieren und Umgehen mit unternehmensbezogenen Risiken. Der Schwierigste Part ist dabei das Erkennen der Risiken. Hierbei geht man strategisch vor und betrachtet alle potentiellen externen sowie internen Risikoquellen. Dann bewertet man die Risiken und versucht Aussagen zu ihrer Wahrscheinlichkeit zu machen. Nach dieser Bestandsaufnahme geht man zur Entwicklung von Maßnahmen zur Schadensabwehr, der Risikominderung bzw. der Risikostreuung über. Parallel entwirft man Maßnahmen für worst-case Szenarien und etabliert bzw. betreibt Krisenmanagement.
Da diese Arbeit sehr zeitaufwendig ist, kann man hierfür auch auf Hilfe von Außerhalb zurückgreifen. Ziel des risk managements ist es, Risikokontrolle zu erlangen. Ein wesentlicher Teil davon ist das Abwälzen von Risiken auf Versicherungsträger und das Versicherungsmanagement.
Untrennbar gehört das Versicherungsmanagement zum Risikomanagement dazu. Nur in Verbindung erhält man die optimale Versicherungslösung. Je genauer Sie um Ihre Risiken wissen, desto besser kann Ihr Versicherungsschutz auf Ihre speziellen Bedürfnisse maßgeschneidert werden. Dies erhöht Ihre Wirtschaftlichkeit und optimiert Ihre Versicherungskosten.
Leider wird die Absicherung noch nicht überall als Teil des Risikomanagements begriffen. Dies hat zur Folge, dass viele Unternehmen entweder nicht ausreichend (Unterversicherung) oder unnötig hoch (Überversicherung) versichert sind. Eine Unternehmen ist unterversichert, wenn es entweder einige Gefahren noch nicht versichert hat. Beispielsweise hat ein Produzent seine kürzlich angeschaffte Maschine noch nicht versichern lassen oder hat übersehen, die Versicherungssumme seiner bestehenden Maschinenversicherung entsprechend zu erhöhen. Tritt also bei Unterversicherung ein Schaden ein, muss das Unternehmen selbst für die nicht abgedeckten Kosten aufkommen. Überversicherung ist jedoch kaum besser, denn auch hier zahlt das Unternehmen mehr, als es müsste. Sie tritt ein, wenn das Unternehmen Gefahren versichert hat, die eigentlich ausgeschlossen werden könnten oder aber eine zu hohe Versicherungssumme angesetzt hat. Die Konsequenz sind also zu hohe Gesamtrisikokosten, so genannte total cost of risk. Die Erkenntnisse aus der Bestandsaufnahme des risk managements müssen also beim Versicherungseinkauf vorliegen.
Betriebswirtschaftlich betrachtet, sind insbesondere die Versicherungsprodukte sinnvoll, deren Beiträge geringer sind, als die Kapitalkosten, welche für gebundenes Kapital anfallen. Kleinere Risiken (auch Bagatell-Risiken) sollte ein Unternehmen nicht über ein Versicherungsprodukt absichern, sondern selbst ausgleichen. Hierbei wären die Versicherungsbeiträge höher, als die Kapitalkosten für den Ausgleich.
Welchen Schutz braucht mein Unternehmen?
1.Freiberufler und Selbstständige
Sie müssen einerseits sich selbst, aber auch Ihre berufliche Tätigkeit absichern. Versuchen Sie, soweit es geht, Ihren privaten und beruflichen Schutz zu kombinieren.
Sie benötigen:
- Krankenversicherung
- Berufsunfähigkeitsversicherung
- Privathaftpflichtversicherung
- Lebensversicherung
- private Altersvorsorge
- Unfallversicherung
Zudem sollten sie wählen:
- private Pflegeversicherung
- Betriebs- oder Berufshaftpflichtversicherung
- Rechtsschutzversicherung (entweder Privatrechtsschutz für Selbstständige oder eine Firmenrechtsschutzversicherung)
Wenn es für Ihre Tätigkeit sinnvoll ist, können Sie zudem folgende Produkte wählen:
- Elektronikversicherung
- Inventar- oder Betriebsinhaltsversicherung
- IT-Haftpflichtversicherung, wenn Sie in dieser Branche tätig sind
- Kanzleiversicherung (Für Rechtsanwälte, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer)
- Praxisversicherung (für niedergelassene Ärzte)
- Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (wenn Sie fremde Vermögensinteressen wahrnehmen)
2.Kleine und mittelständische Unternehmen
Sie benötigen
- Betriebshaftpflichtversicherung
- Firmenrechtsschutzversicherung
- Betriebsinhaltsversicherung bzw. Inventarversicherung
- KFZ-Haftpflichtversicherung
Zudem sollten Sie wählen
- Elektronikversicherung
- betriebliche Altersvorsorge für Ihre Angestellten
- Betriebsunterbrechungsversicherung für kleine Unternehmen
- wenn Sie einen Fuhrpark haben: Voll- bzw. Teilkaskoversicherung
- Produkthaftpflichtversicherung (für produzierende Gewerbe: besonders Zulieferer und Hersteller von Zwischenprodukten)
- Forderungsausfallversicherung
Außerdem können Sie folgende Produkte wählen:
- Geschäftsgebäudeversicherung (wenn Sie Eigentümer des Gebäudes sind)
- Gruppenunfallversicherung für Ihr Personal
- Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (wenn Sie fremde Vermögensinteressen wahrnehmen)
- IT-Haftpflichtversicherung (wenn Sie in dieser Branche tätig sind)
- Maschinenversicherung bzw. Montageversicherung (wenn Sie in der Baubranche tätig sind)
- Haftpflichtzusatzversicherung für Bauhandwerker
- Transportversicherung (Schützt Ihre Produkte bei Transportschäden)
- Insassenunfallversicherung (wenn Sie einen Fuhrpark haben)
- Gewerbefeuerversicherung
- Versicherung gegen Einbruchdiebstahl
- Glasversicherung
- Extended Coverage Versicherung (EC-Versicherung)
- Ausstellungsversicherung (Versicherungsschutz von Objekten auf Messen
- Vertrauensschadenversicherung
3.Großunternehmen und Industrie
Folgende Produkte kommen infrage:
- Betriebshaftpflichtversicherung
- Firmenrechtsschutzversicherung
- Betriebsinhaltsversicherung bzw. Inventarversicherung
- Gruppenunfallversicherung für Ihr Personal
- Geschäftsgebäudeversicherung (Wenn das Unternehmen Eigentümer der Betriebsgebäude ist)
- Elektronikversicherung
- betriebliche Altersvorsorge für Ihre Angestellten
- Betriebsunterbrechungsversicherung für kleine Unternehmen
- Produkthaftpflichtversicherung
- Transportversicherung
- Flottenversicherung
- Forderungsausfallversicherung
- D&O-Versicherung
- Vertrauensschadenversicherung
- Industriefeuerversicherung
- Versicherung gegen Einbruchdiebstahl
Im Hinblick auf die Branche und die Unternehmenstätigkeit können folgende Produkte benötigt werden:
- Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (wenn fremde Vermögensinteressen wahrgenommen werden)
- IT-Haftpflichtversicherung (in der IT-Branche)
- Maschinenversicherung bzw. Montageversicherung (in der Baubranche)
- Glasversicherung
- Ausstellungsversicherung (Versicherungsschutz von Objekten auf Messen
- Extended Coverage Versicherung (EC-Versicherung)
Berufshaftpflichtversicherung
Wer benötigt eine Berufshaftpflichtversicherung?
Was ist versichert?
Was ist bei Spätschäden?
