Beiträge für Berufshaftpflicht-Versicherung steigen für Hebammen

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Die meisten Hebammen arbeiten freiberuflich und müssen so auch die Beiträge für die Berufshaftpflicht-Versicherung selbst tragen. Die Steigerung dieser um mehr als 50 Prozent ist für viele Hebammen nicht länger tragbar.

Hebammen sind Menschen, die Frauen während ihrer Schwangerschaft und der Geburt begleitend betreuen und unterstützen. Von daher werden sie für die meisten Schwangeren als selbstverständlich angesehen und sind besonders bei Hausgeburten unabdingbar.
Allerdings wird der Beruf der Hebamme für Freiberufler immer unrentabler, da sie bei einer Geburt in einem Krankenhaus lediglich 237 Euro bekommen, bei einer absolut unbestimmten Länge der Arbeitszeit, da Geburtszeiten von Frau zu Frau variieren. Zwar können Hausgeburten mit 537 Euro abgerechnet werden, doch es sind ja nicht nur die geringen Löhne, die das Berufsfeld immer unrentabler werden lassen. Zudem müssen Hebammen enorm hohe Beiträge zur Berufshaftpflicht zahlen. Diese werden ab diesem Jahr noch einmal um mehr als 50 Prozent, auf 3689 Euro, gesteigert. Das ist für viele Hebammen nicht länger tragbar und so schließen bereits die ersten Geburtshäuser. Dabei sind Geburten heutzutage viel risikofreier als noch vor einigen Jahren. Das Problem ist, dass Versicherer bei geburtsbedingter Behinderung heute viel höhere Schmerzensgeldsätze zahlen müssen. Auch leben schwerkranke Kinder, durch die verbesserte medizinische Versorgung länger und müssen somit auch länger kostenpflichtig versorgt werden. Aber das gerade der Berufsstand der Hebammen allein dieses Risiko absichern soll, gefährdet die gesamte Branche.

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