Die Vermögenspyramide - Schritte zur richtigen Absicherung

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Die Vermögenspyramide ist eine gern genutzte Handreichung von Finanzberatern für Gespräche mit Verbrauchern.

Hier erfahren Sie vorab, welche Schritte in puncto Absicherung und Vermögensaufbau wichtig sind, in welcher Phase Sie sich gerade befinden und ob Sie bereits alle wichtigen Vorkehrungen getroffen haben, um den nächsten Schritt zu tun.


Das ist die Vermögenspyramide.

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Sie zeigt Ihnen, in welchen Schritten man worin investieren sollte.

Schritt 1: Existenzsicherung
Versicherungen dienen dem Schutz vor Gefahren. Hiermit sollten Sie zuallererst Ihre Existenz absichern. Welche Versicherungsprodukte zur Grundsicherung gehören, sehen Sie am unteren Ende der Pyramide, dem Fundament. Die gesicherte Existenz bildet also die Grundlage für den Kapitalaufbau.

Schritt 2: Kapitalerhaltung
Das bereits vorhandene Eigenkapital muss gesichert werden. Hierzu dienen die im zweiten Feld von unten angezeigten Möglichkeiten. Dies ist insbesondere wegen des in der Natur des Kapitalaufbaus steckenden Risikos wichtig.

Schritt 3: Kapitalaufbau
Sobald Existenz- und Vermögenssicherung vollständig funktionieren, kann investiert werden, um Kapital weiter aufzubauen. Dazu kann man sich der dargestellten Maßnahmen bedienen. Da Rendite nicht ohne Risiko zu haben ist, kommt der Kapitalsicherung aus Schritt 3 so hohe Bedeutung zu.

Schritt 4: Spekulation
Der Nervenkitzel kommt ganz zum Schluss: Erst wenn Vermögen aufgebaut und Erträge in ausreichendem Maße gesichert werden konnten, können die Überschüsse für die Spekulation genutzt werden, um mit stark erhöhtem Risiko die Chance auf überdurchschnittliche Gewinne zu erhalten.




Glossar

Hier erklären wir Ihnen kurz und knapp einige der Begriffe aus der Vermögenspyramide.

Haftpflichtversicherung
Wer einen Schaden verursacht, muss diesen ersetzen, wenn er keine Haftpflichtversicherung hat. Sie ist unerlässlich für alle Haushalte und Personen.

Altersvorsorge
Sie bezeichnet all die Vorsorgemaßnahmen, welche für das eigene, finanzielle Auskommen im Zeitraum nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben getroffen werden. Dazu zählen so genannte Anwartschaften und angespartes Vermögen. Man unterscheidet 3 Arten der Altersvorsorge:

Erwerbsunfähigkeit
Zur Absicherung gegen Erwerbsunfähigkeit zählen die Berufunfähigkeitsversicherung (BU) und die Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung leistet erst dann, wenn Sie keinen Beruf mehr ausüben können. Hier könnten Sie also gezwungen werden, einer andere Tätigkeit nachzugehen, die eventuell sogar weit unter dem Niveau Ihrer letzten Tätigkeit liegt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt hingegen bereits, wenn Sie Ihren Beruf ein halbes Jahr und länger nur zu 50 Prozent ausüben können.

Hinterbliebenensicherung
Ihre Angehörigen sichern Sie über eine Lebensversicherung ab. Am günstigsten ist die Risikolebensversicherung, weil sie den Hinterbliebenenschutz nicht mit einer Kapitalanlage verknüpft.

Hausratversicherung
Die Hausratsversicherung versichert Hausrat – also all die Dinge, die sich im Haushalt befinden und nicht fest mit dem Gebäude verbunden sind.

Wohngebäudeversicherung
Diese Gebäudeversicherung sichert Sie als Hauseigentümer gegen die finanziellen Folgen von Schäden durch Blitzschlag, Feuer, Leitungswasser, Sturm bzw. Hagel ab. Versichert ist, was fest mit dem Gebäude verbunden ist.

Rechtsschutzversicherung
Hier wird das Kostenrisiko eines Rechtsstreits übernommen (Gerichtskosten, Anwaltskosten, Zeugengelder, Sachverständigenhonorare etc.), wenn Erfolgsaussichten bestehen.

Sparbuch
Diese feste Geldanlage wird auch Sparheft genannt. Hierbei werden Zinsen (fester oder variabler Zinssatz) gutgeschrieben. Es existiert nahezu kein Anlagerisiko.

Festgeld
Hierbei wird eine Geldeinlage 30 Tage lang fest bei einer Bank zu einem festgelegten Zinssatz angelegt.

Termineinlagen
Hier wird eine Geldeinlage befristet (meiste nicht länger als ein Jahr) angelegt. Der Zinssatz schwankt hier stärker als beim Sparzins.

festverzinsliche Wertpapiere
Staaten, Unternehmen und Institutionen nutzen sie zur Fremdfinanzierung und zahlen ihren Anleihekapitalgebern Zinsen. Wer in festverzinsliche Wertpapiere investiert, ist also ihr Gläubiger.

Rentenfonds
Sie sind Investmentfonds, die Kapital in festverzinsliche Wertpapiere anlegen.

Immobilienfonds
Diese Fonds legen Kapital in Großimmobilien an. Die Gewinne stammen hauptsächlich aus den Mieteinnahmen.

Aktien und Aktienfonds
Eine Aktie ist ein Wertpapier mit Anteilsrecht an einem Unternehmen. Aktienfonds sind Investmentfonds, die hauptsächlich in Aktien investieren. Anlageschwerpunkte variieren hierbei.

Firmenbeteiligung
Wer an einem Unternehmen beteiligt ist, wird prozentual zu seinem Anteil am Gewinn oder Verlust beteiligt.

Fremdwährungsobligation
Obligationen sind bestimmte festverzinsliche Wertpapiere. Mit ihnen ist eine Forderung verknüpft. Hierbei wird einem Staat oder Unternehmen Kapital geliehen, wofür Zinsen fällig werden. Eine Fremdwährungsobligation ist eine Obligation ausländischer Schuldner. Hier lässt sich mit der Auf- bzw. Abwertung einer Währung spekulieren.

Futures
Sie sind ein sogenanntes Terminkontraktgeschäft. Hierbei einigen sich die Vertragspartner (Lieferant und Abnehmer) über Qualität, Preis und Umfang einer Warensendung.

Derivate
Sie sind Ableitungen herkömmlicher Anlageinstrumente (z.B. Aktien oder Obligationen) und können an Indizes, wie den DAX oder Währungen gekoppelt sein (bspw. Optionsscheine).

Optionen
Hierbei handelt es sich um eine Art Termingeschäft, welches in Form eines klar definierten Angebots innerhalb einer festgesetzten Frist angenommen oder abgelehnt werden muss.

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